Maierhofer am Weg zum Kult. Über den Lauf des Gablitzers mit dem FC Aarau.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 15. Mai 2019 (02:35)

Mit dem Sieg in Schaffhausen haben Stefan Maierhofer und sein FC Aarau die Steilvorlage verwertet, die Servette zuvor mit dem 3:1 gegen den Erzrivalen vom Genfer See gespielt hat. Drei Runden vor Schluss liegen der Gablitzer und seine Mitstreiter erstmals auf Rang zwei der Schweizer Challenge League. Sie können damit zwei Runden vor Schluss die Relegation aus eigener Kraft erreichen.

Dabei hatte das Team nach sechs Spieltagen noch keinen Punkt am Konto. Noch verheerender die Bilanz nach dem elften Spieltag: Vier Punkte und abgeschlagen Tabellenletzter. Und dann kam Maierhofer!

Es folgte der 2:0-Heimsieg über Wil und eine einmalige Aufholjagd. Von den letzten 22 Spielen wurde nur eines verloren, aber 16 gewonnen (fünf Remis). Seit Runde elf hat Aarau 53 Punkte geholt. Vor der Aufholjagd betrug der Rückstand auf Lausanne 16 Zähler, nun liegt Aarau einen Punkt voran.

Maierhofer wollte den Klub im Winterverlassen, um nochmals richtig „Kohle“ zu machen. Aber die Emotionen, die ihm ein Aufstieg unter diesen Umständen bringen würde, wären durch Geld wohl kaum aufzuwiegen. Und der Kultstatus in der Schweiz ist ihm ohnehin gewiss. Das könnte sich einmal in Sachen Trainerengagement bezahlt machen. Auch wenn der 38-Jährige ans Ende seiner aktiven Karriere noch nicht denkt.