‚Major‘ als König der Zocker. Claus Stumpfer über den Bonus im Vertrag Stefan Maierhofers beim Aufstieg.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 22. Mai 2019 (01:39)

Als Stefan Maierhofer vom FC Aarau verpflichtet wurde, hatte der Klub null Punkte am Konto — nach sechs Spieltagen wohlgemerkt! Trotzdem ließ sich der Gablitzer eine Aufstiegsprämie in den Vertrag schreiben! Und wie e selbst zugibt, kannte er die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt nicht einmal. So mancher rätselte: „Ist‘s Überheblichkeit oder doch Überzeugung?“

Doch Maierhofer wusste dank seiner Erfahrung, dass in der Saison noch viel passieren kann, und so hat er alle Eventualitäten abgesichert.

Dem Verein war die Klausel in dieser Krise wohl egal. An die höchste Spielklasse dachte man allenfalls als Verheißung: „Wenn wir den Aufstieg tatsächlich schaffen, zahlen wir alles gern!“

Ob allerdings Maierhofer das Relegationssystem der Schweizer Challenge-League so genau gekannt hat, dass er schon für den Relegationsplatz einen Bonus erhält, ist geheim. Falls seine Prämie rein vom Aufstieg abhängen sollte, dann stehen ihm gewiss bange Wochen ins Haus. Denn selbst wenn man in den letzten beiden Grunddurchgangsspielen den zweiten Tabellenplatz absichern kann, wird es im komplizierten, sogenannten Barragesystem mit vier Teams, die um den Einzug in die höchste Spielklasse rittern, erst richtig spannend. Und Maierhofers Vertrag klingt im Nachhinein nach wilder „Zockerei“.