Markus Prock, übernehmen Sie. Claus Stumpfer über nötige Strukturreformen im Bobsport.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 28. Februar 2018 (01:47)

Die Geschichte kocht alle vier Jahre nach Olympischen Spielen hoch. Während die Rodler jubeln, regiert bei den Bob- und Skeleton-Sportlern Frust. Finanzprobleme, fehlende Strukturen, mangelnde Unterstützung der Athleten — Kritikpunkte gibt es viele. Rufe nach einer Zusammenlegung aller Eiskanalsportarten werden dann laut.

Im Gegensatz zum Bob- und Skeletonverband (ÖBSV) funktioniert der Rodelverband (ÖRV) prächtig. Das zeigt nicht nur die Medaillenbilanz von Südkorea (1-1-1), sondern eine seit 1992 anhaltende Erfolgsserie.

Ein Zusammenschluss wäre auch für ÖRV-Boss Markus Prock laut APA sinnvoll. Denn nur mit der Unterstützung des ÖOC und schwacher Landesverbände ist eine optimale Olympia-Vorbereitung bei allem Engagement von „Besessenen“ wie Kurt Teigl halt nicht möglich.

Fakt ist, dass alle ÖBSV-Angestellten gekündigt sind. Prock, der als Präsident des neuen, mit drei Olympia-Sportarten noch mächtigeren Verbands gesehen wird, ziert sich aber offenbar, zu übernehmen. Der ÖBSV gilt als verschuldet, die Zusammenlegung birgt Risiken.

Prock wäre aber für Teigl der Vertrauensmann, um weiterhin mit Sportmediziner Walter Hable im STKZ Weinburg Anschieber für Teamchef Manni Maier auszubilden. Einzig von Sportland NÖ unterstützt, sieht er sich am Ende seiner Kräfte.