Team lässt sich nicht stoppen. Über das zu früh abgelaufene Visum von Andrei Adistia.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 17. April 2019 (01:41)

Andrei Adistia galt als „Notverpflichtung“ des ASV Pressbaum, nachdem Antonia Meinke und Chee Tean Tan bei einem Verkehrsunfall kurz vor Meisterschaftsstart ums Leben gekommen waren. Dass man es trotz der tragischen Umstände ins Bundesligafinale geschafft hat, ist auch dem Doppelspezialisten aus Indonesien zu verdanken. Ohne Zweifel wurde beim ASV Pressbaum aus sportlicher Hinsicht alles richtig gemacht.

Dass das Visa für Adistia ausgerechnet vor den Finalspielen gegen Traun abgelaufen ist, kann man als Hoppala werten. Dass keine Möglichkeit bestand, es zu verlängern, ist aus sportlicher Sicht unbefriedigend, zuerst für den Spieler selbst. Adistia würde es sich verdienen, dabei zu sein, wenn der ASV nach einer denkwürdigen Saison zum dritten Mal in der Klubgeschichte den Staatsmeistertitel holt.

Dass dieser Erfolg auch ohne Ardistia möglich ist, sollte aber spätestens seit Sonntag klar sein, als Traun in der ersten Finalrunde in einem sehenswerten Krimi bezwungen werden konnte. Denn auch ohne Ardistia ist der ASV eine verschworene Einheit. Alle im Team wollen den Titel ihren verstorbenen Kollegen widmen. Auch Visaprobleme sollten dieses Team nicht mehr aufhalten können.