Teigls Arbeit trägt Früchte. Über 20 Jahre Aufbauarbeit eines vom Bobsport Besessenen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 13. Januar 2021 (01:03)

Mitte der 80er Jahre wechselte Kurt Teigl zum Bobsport und war sofort erfolgreicher als in seiner Sommerdisziplin Leichtathletik. 1988 schaffte er es zu den Olympischen Spielen in Calgary. Für den Vierer mit ihm als Bremser gab es Rang sechs. Keine Medaille geholt zu haben, wurmt den Sportlehrer in Neulengbacher, der heuer 60 Jahre alt wird, noch immer. Aber immerhin bleibt die Erinnerung vor rund 50.000 Zuschauern ins Stadion einmarschiert zu sein. Ein Erlebnis, dass er seither auch anderen zu ermöglichen versucht.

2006 hat Teigl in Purkersdorf das Team Teigl gegründet. Mit dem Eichgrabner Gerhard Köhler gab’s 2008 den ersten Olympiastarter. Und Teigl, jetzt Präsident des NÖ Bobverbands, leistete ab 2012 mit Christina Hengster auch Pionierarbeit im Frauenbobsport.

Am Wochenende gab’s eine weitere Sternstunde: drei Medaillen bei einer EM! Ein Verdienst Teigls, auf dessen Drängen eine Sommer-Anschubbahn in Weinburg geschaffen wurde und der jetzt mit dem Olympiazentrum St. Pölten alle EM-Starter „präsidiert“. Auch wenn Sportprofessoren die Trainingspläne erstellen, Teigls Expertise ist noch gefragt.