Von Füchsen und frischem Wind. Über einen heißen Transfer- Sommer.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 24. Juni 2020 (01:18)

Aus der „Corona-Schockstarre“ hat sich die Fußballszene im Wienerwald rasch gelöst. Fadesse vor der Übertrittszeit? Von wegen. Die Klubs haben das erzwungene Zeitpolster genutzt und erfreuliche Entwicklungen auf Schiene gebracht.

Mit „Trainerfuchs“ Erich Karrer dürfte der SV Altlengbach nach langer Suche den passenden Nachfolger für Nebojsa Trucic gefunden haben. Als Außenstehender hat er einen neuen Blick auf vielleicht eingefahrene Mechanismen, ist zugleich bestens vernetzt – was dem Klub, bei den notwendigen Transfers zugute kommen sollte.

Erfreulich auch, dass sich Schönfeld und Neulengbach zusammenraufen und die Region damit wieder mit einer Frauentruppe auf Gebietsligaebene vertreten ist. Davon wird auf Sicht auch das „Zugpferd SVN“ profitieren.

Die Bundesliga-Truppe setzt auf frischen Wind. Das halbe U-17- Nationalteam kickt künftig in Neulengbach, das sich nun noch mehr als bisher um die junge Garde bemüht. Ein logischer Schritt: Selbst mit Nina Burger war die Chance auf den Titel illusorisch. Neulengbach muss die Nähe zur ÖFB-Frauenakademie nützen, sich als erste Anlaufstation für Talente positionieren, die sich den beinharten Konkurrenzkampf in St. Pölten (noch) nicht zutrauen. Ohne „Big Spender“ kennt dieser Weg keine Alternative.