Stadtquartier bei Bahnhof Unterpurkersdorf in Planung. ÖBB präsentierten erstes Konzept für Nachnutzung des Areals in Unterpurkersdorf.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 20. Januar 2021 (04:21)
Das Konzept, wie das Bahnhofsareal Unterpurkersdorf künftig aussehen könnte.
Pfeil Architekten ZT GmbH

Die Planung rund um das freiwerdende Bahnhofsareal Unterpurkersdorf schreitet voran. Kürzlich präsentierten die ÖBB der Stadtgemeinde Purkersdorf sowie der Planungskommission erste konkrete Vorstellungen. Entwickelt wurden die Entwürfe vom Purkersdorfer Architekturbüro Pfeil architekten ZT GmbH.

Das frei werdende Areal hat eine Gesamtfläche von rund 10.000 Quadratmetern.
ÖBB

Den Planungen zufolge könnte hier ein Stadtquartier mit klassischen Wohnformen sowie betreutem Wohnen entstehen. „Ein Projekt, das schon seit Jahrzehnten im Gespräch ist, wird nun konkret. Die ÖBB überlegen in enger Zusammenarbeit mit unserer Projektarbeitsgruppe einen gangbaren Weg, ein nachhaltiges Projekt zu finden. Gemeinsam wird versucht, bestmöglich auf die zukünftigen Anforderungen unserer Stadt einzugehen. Sei es die Errichtung von ‚smarten Büros‘, Flächen für betreutes und/oder leistbares Wohnen oder zusätzlicher Kindergartengruppen“, zeigt sich Bürgermeister Stefan Steinbichler mit den ersten Entwürfen zufrieden.

Ersten Plänen zufolge soll das neue Stadtquartier kleinteilig und strukturiert bebaut werden, sodass es den Charakter der Umgebung widerspiegelt. Aufgrund der Bebauungsstruktur – die Höhenentwicklung erfolgt in Richtung der Gleise sowie der Bahn-Haltestelle sanft ansteigend – sollen die Schallemissionen für die Bewohner abgeschirmt und reduziert werden. Außerdem wird auch der Schutz der Umwelt nicht außer Acht gelassen. Konkret ist geplant, das gesamte Stadtquartier künftig autofrei zu erschließen.

Wohnraum, Geschäfte und Grünraum

Silvia Angelo, Vorstandsdirektorin ÖBB-Infrastruktur AG, zeigt sich von den ersten Entwürfen begeistert. „Durch die Bahnhofsmodernisierung wird freier Platz geschaffen, auf dem Wohnraum, Geschäfte, Nahversorger und Grünflächen entstehen werden. Das Areal liegt direkt an der Weststrecke, womit die umweltfreundliche Bahn zu Fuß erreichbar ist. Wir sind stolz, Teil dieser nachhaltigen und zukunftsweisenden Stadtentwicklung zu sein.“

Steinbichler verweist allerdings darauf, dass das Konzept eine erste Studie sei. Wie viele Wohnungen konkret entstehen könnten, ist derzeit Inhalt von Verhandlungen zwischen Stadtgemeinde und ÖBB. Ob und wieweit das Stadtquartier in der präsentierten Form tatsächlich umgesetzt wird, steht noch nicht fest. „Jetzt geht es einmal darum, dass wir eine Grundlage haben, wie das Areal verbaut werden könnte und welche Bebauungsdichte und -klassen hier möglich sind“, meint der Stadtchef. Damit sei er aber schon sehr zufrieden. „Dem ersten Konzept nach läuft es von der Bebauungsklasse her weder auf ein Hochhaus, noch auf reine Bauklasse-1-Bauten hinaus. Hier könnte durchaus eine schöne Durchmischung stattfinden.“ Die Studie bilde den Startschuss für konkretere Planungen rund um das Bahnhofsareal. „Die Stadtplanungskommission wird sich jetzt anschauen, inwieweit der Entwurf in das Gesamtkonzept passt und was möglich ist“, erklärt Vizebürgermeister Andreas Kirnberger.

Bis das Areal allerdings bebaut werden kann, dauert es noch einige Jahre. Zunächst erfolgen die Umbauarbeiten am Bahnhof Unterpurkersdorf. Ab 2023 wird schließlich das Areal frei, derzeit befinden sich hier noch Bahngleise, Fahrleitungsanlagen und Abstellgleise.

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