Eine Liederreise mit Robert Lehrbaumer . Robert Lehrbauer betätigt sich als Pianist, Organist und Dirigent und ist glücklich über diese Vielfalt.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 04. Oktober 2019 (03:11)
Lehrbaumer
Robert Lehrbaumer und Angelika Kirchschlager gastieren am Donnerstag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr im Stadtsaal in Purkersdorf. Karten gibt es im neuen online-Ticketshop oder zu den Öffnungszeiten des Rathauses.

Auf eine gemeinsame Liederreise begeben sich Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager und am Klavier Robert Lehrbaumer. Am Donnerstag, 10. Oktober gastieren die beiden in Purkersdorf. Im NÖN-Gespräch verrät der Pianist unter anderem, wie die Idee zur Liederreise entstanden ist.

NÖN: Auf was dürfen sich die Besucher bei der „Liederreise“ freuen?
Robert Lehrbaumer: Wir haben ein sehr besonderes Programm zusammengestellt. Der erste Teil ist introvertiert und innig und geht in die Seele. Der zwei Teil ist entgegengesetzt mit Zigeunerweisen von Antonin Dvorak. In der Mitte des Programms gibt es einen Wendepunkt mit Werken von Schubert, die drei verschiedene Aspekte des Wanderns behandeln.

Wie hat sich die Idee der Liederreise entwickelt?
Unsere Idee war es, die großartige Musik den Leuten vor ihre Haustüre zu bringen. Sonst bekommt man solche Konzerte nur in Großstädten in riesigen Konzertsälen zu sehen. Wir wollten uns die Zeit nehmen, auch in kleineren Städten zu spielen.

Wie lange dauert die Vorbereitung auf diese Konzerte?
Üben, üben, üben. Wir können aber auf unser stundenlanges tägliches Training aufbauen. Ein Teil des Programms kommt aus dem Repertoire, aber wir wollen auch immer etwas Neues auf die Bühne bringen. Wir lernen, studieren und machen uns mit den Noten vertraut. Dann diskutieren wir die Stücke durch. Die letzte Feinarbeit dauert sechs bis acht Stunden. Zwei bis drei Proben haben wir vorher. Natürlich ist das alles davon abhängig, wie schwierig die ausgewählten Stücke sind. Wichtig ist uns die Botschaft des Werkes zu verdeutlichen.

Sind Sie eigentlich schon mal in Purkersdorf aufgetreten?
Ich habe mit großer Freude ein Konzert im Stadtsaal gespielt, das auf Initiative von BG/BRG-Direktorin Irene Ille zustande gekommen ist. Das Konzert wurde vorher in der Schule vorbereitet, das war ein besonderes Erlebnis. In der Region habe ich schon öfter Konzerte gespielt, zum Beispiel auch im Sacré Coeur in Pressbaum.

Wollten Sie eigentlich schon immer Pianist werden?
Ja, ich habe schon mit vier Jahren am Klavier herumgeklimpert und ab der Volksschule wusste ich, dass ich Musiker werden will. Mir ist es auch ziemlich leicht von der Hand gegangen, was natürlich ein Glücksfall ist, denn nicht alles, was man sich wünscht, klappt auch. Bei Angelika Kirchschlager war es zum Beispiel so, dass sie zuerst Schlagzeug studierte und dann als Studentin aus einem Bus ausgestiegen ist und Sängerin werden wollte. Das war für sie wie eine Offenbarung.

Sie sind auch Dirigent und Organist. Was machen Sie den am liebsten?

Lehrbaumer: Das wäre wie, wenn man seine Kinder beurteilen müsste. Alles hat Stärken und Schwächen. Ich bin glücklich, dass ich mich so vielfältig betätigen kann. Ich kann mir die Rosinen herauspicken. Das ist ein Privileg. Eines befruchtet das andere und ich kann mir viele Dinge mitnehmen.