Sehr vielfältiges Kulturprogramn in Tullnerbach. Heuer werden Konzept und Initiativen des Kulturwochenendes deutlich erweitert.

Von Monika Närr. Erstellt am 11. September 2020 (03:47)
Johannes Strassl ist Oboist des Tonkünstler-Orchesters. Beim Gemeindefest der Kreativen stellt der Hobby-Fotograf auch heuer wieder Bilder zu einem bestimmten Themenkreis aus. Hier ist er mit Vorjahresfotos aus seiner Japan-Serie zu sehen.
Nadja Büchler

„Trotz der Unwegbarkeiten rund um Covid trafen sich die Kreativen Tullnerbachs und Umgebung über den Sommer mehrfach und erstellten heuer ein deutlich erweitertes Programm für unser Kulturwochenende ‚Kreatives Tullnerbach‘ von 9. bis 11. Oktober“, freut sich Gemeinderätin Michaela Dibl, die dem Kulturausschuss angehört und als Grafikerin seit Anbeginn Einladungsfolder und Plakate gestaltet.

Und die verantwortliche Organisatorin und Leiterin des Kulturausschusses, Elisabeth Barisits, hebt hervor: „Toll, dass sich Lukas Haselböck heuer so eingebracht hat und die Koordination der lokalen Künstler durchführt.“ Weiters hebt sie zum Einsatz und Engagement des neuen Mitglieds im Kulturausschuss hervor: „Das Programm ist sehr dicht, sehr vielfältig und mit neuen Aspekten wie Wandelkonzerten oder Herz Rhythmus-Meditationen versehen. Lukas hat viele neue Ideen einfließen lassen und neue Mitwirkende an Bord geholt.“ Tatkräftig unterstützt wird er dabei auch von der langjährigen Kreativ-Aktivistin des Kulturwochenendes, Gisela Hollborn.

Schulen fallen heuer aus

„Leider fällt aufgrund der Auflagen heuer die Teilnahme der Schulen weg“, bedauert Barisits als Veranstalterin seitens der Gemeinde, zeigt aber gleichzeitig Verständnis für deren Situation. Volksschul-Direktorin Christa Walzel ist „beeindruckt von der großartigen Vernetzung und den vielseitigen kreativen Ideen“ und betont: „Gerne werde ich die Werbetrommel rühren, um die Kinder und ihre Familien auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen“. Und Paul Wagner, Koordinator des Bildnerischen Zweigs im Wienerwaldgymnasium, meint ebenfalls bedauernd: „Aufgrund der unsicheren Situation und der geltenden Bestimmungen wird es uns als Schule leider nicht möglich sein teilzunehmen.“

Eine Vorschau gibt Michaela Dibl: „Heuer ist ein Schwerpunkt stark musikalisch geprägt. Wandelkonzerte, klassische, fernöstliche sowie Rock- und Popmusik werden mit Darstellender Kunst zusammengeführt. Das gefällt mir sehr.“ Weitere Programm-Schwerpunkte sind Herz-Rhythmus-Meditationen, Kreatives Malen und Gestalten sowie als Schmankerl für Jugendliche ein Graffiti-Sprayworkshop beim Norbertinum-Tunnel. Zum Abschluss gibt es einen Beethoven-Kammermusikabend, den Midori Ortner gestaltet. Den Rahmen bilden wie immer Bilder, Fotos und Skulpturen, unter anderen von Walter Wegger, Heribert Kahmen, Hannes Strassl oder Nikolaus Kropp. Neu dabei sind Lena Murent, Ursula Tscherne, Valentina Neumiller. Christine Foetsch kuratiert das Gesamtkonzept.

Porträts von Freunden stellt NÖN-Journalistin und Fotografin Nadja Büchler in der Grasslerei aus.