Die Bühnen in der Region Purkersdorf stehen still. Veranstaltungssäle der Region bleiben bis zumindest Ende März leer. Veranstalter hoffen auf Start im April. Bühne Purkersdorf wird derzeit dank regelmäßiger Videodrehs belebt.

Von Nadja Büchler und Melanie Baumgartner. Erstellt am 24. Februar 2021 (03:46)

Seit mehreren Monaten steht die Kulturbranche aufgrund der Corona-Pandemie nun still. Wann wieder Betrieb stattfinden kann, ist derzeit noch unklar. Auch in der Bühne in Purkersdorf können derzeit keine Veranstaltungen stattfinden. Mittlerweile wurden bis Ende März alle Veranstaltungen verschoben beziehungsweise abgesagt.

Bühnen-Chef Karl Takats hofft, die für April geplanten Veranstaltungen durchführen zu können, Planungssicherheit sei aber keine gegeben, bedauert er. Jedoch finden in der Bühne derzeit regelmäßig Videodrehs statt. Kürzlich drehte etwa Ramon Rigoni von Illuminati Films das Video zum Song „der Akku“ von Christina Kosik & die Gangband.

vereinsMAYERbühne startet im April

Das Kulturprogramm der vereinsMAYERbühne in Rekawinkel ist fertig und die geplanten Veranstaltungen sind auf der Webseite www.vereinsmeierei.at nachzulesen. Gestartet wird am 11. April mit „Micha Marx“ und am 24. April folgen „Klenk und Scheuba“, jeweils im Gasthaus Mayer. „Wir blicken optimistisch in die Zukunft und rechnen damit aufsperren zu können, natürlich unter den vorgegebenen Bedingungen. Wir sind flexibel“, zeigt sich Mayer entschlossen. Mayer ist sich aber sicher, so wie vor Corona wird der Kulturbetrieb nicht mehr funktionieren. Die großen Menschenmassen können nicht mehr bedient werden.

„Wir wollen bis zur Rückkehr zu normalen Verhältnissen die Kultur am Leben erhalten“, erklärt Mayer. Er wartet auf Lösungsvorschläge seitens der Regierung und will sich auf kommende Bedingungen einstellen.

Die Villa Kunterbunt in Pressbaum ist geschlossen. „Wir haben momentan keine Pläne, weil die Regierung keine Perspektiven bietet. Das ist unprofessionell. In jedem Management gibt es Anhaltspunkte, um eine gewisse Planbarkeit zu gewährleisten“, zeigt sich Franz Weisgram verärgert. Er ist überzeugt, dass viele Kulturbetriebe die Krise nicht bewältigen werden. Die Villa Kunterbunt kommt über die Runden, muss aber Ressourcen opfern oder Schulden machen. „Einige Sponsoren wollen jetzt kein Geld geben, da es keine Gegenleistung gibt. Dabei brauchen wir es gerade jetzt sehr dringend“, erzählt Weisgram.

Für ein Auf- oder Zusperren des Betriebs ist laut Weisgram eine Vorlaufzeit von zwei Monaten notwendig. Kontakt zu Künstlern und Optionen für Veranstaltungen gibt es. Eine Ankündigung hat bisher nicht stattgefunden, da gleichzeitig mit der Veröffentlichung der Kartenvorverkauf starten würde. Eine Rückabwicklung bei Absage der Veranstaltung sei organisatorisch aufwendig. In den Testungen sieht er eine gute und praktikable Lösung. „Das Testen sollte Routine werden. Wichtig wäre, diese Lösung rasch umzusetzen“, meint Weisgram.

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