Brachfläche soll künftig blühen. Im Bereich des Friedhofs in Mauerbach soll auf einer 2.500 Quadratmeter großen Fläche eine Blumenwiese entstehen.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 22. April 2021 (04:43)
Bei den Arbeiten dabei waren Michael Richter, Bernhard Beer, Ursula Prader, Andreas Radlherr und Helge Ebner (v. l.).
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Im Zuge der Aktion „Bee Running“ sammelten zahlreiche Mauerbacher Kilometer, die in Blühwiesen umgewandelt werden. Ein Teil der erlaufenen Blumenwiese wird nun im Bereich des Friedhofs umgesetzt.

Rechtzeitig zum Blühwiesensonntag starteten vergangene Woche erste Arbeiten, um eine ca. 2.500 Quadratmeter große Brachfläche beim Friedhof in eine blühende Wiese umzuwandeln.

Die Umsetzung erfolgt in enger Partnerschaft zwischen der Gemeinde und „Natur im Garten“. Die Initiative stellt dabei nicht nur das benötigte Saatgut, sondern auch das nötige Know-how kostenlos zur Verfügung. Im ersten Schritt werden nun einzelne Testflächen im Rahmen einer sogenannten „Inselbepflanzung“ bearbeitet.

„Jetzt geht es vor allem darum herauszufinden, wie dieses Saatgut auf unseren Böden gedeiht. Bei guten Ergebnissen können wir schon im Herbst damit starten, die restliche Fläche zu bepflanzen. Auf alle Fälle freut es mich sehr, dass hier weitere Schritte zur Stärkung der Biodiversität in unserer Gemeinde gesetzt werden“, zeigt sich Umweltgemeinderat Bernhard Beer über die Aktion begeistert.

„Ein Ziel des Biosphärenparks Wienerwald ist die Erhaltung und Förderung der Biodiversität"

Die Freude über das Projekt teilt auch Biosphärenparkbotschafter Helge Ebner. „Ein Ziel des Biosphärenparks Wienerwald ist die Erhaltung und Förderung der Biodiversität, der Artenvielfalt von Flora und Fauna. Blumenwiesen leisten einen wesentlichen Beitrag dazu. Viele teilweise hochspezialisierte Insektenarten nutzen die Pflanzen der Blumenwiese zur Nektarsuche. So ist jede Initiative zur Einrichtung einer Blumenwiese zu begrüßen.“

Maßgeblich an der Umsetzung der Blumenwiese beteiligt sind auch die Vorsitzende des Umweltausschusses Ursula Prader sowie Ausschussmitglied Michael Richter. „In kleinen Privatgärten, auch wenn sie als Naturgarten bewirtschaftet werden, ist es oft sehr schwer, eine artenreiche Blumenwiese umzusetzen. Umso mehr freut es mich, dass gemeindeeigene Flächen zur Verfügung gestellt werden“, sagt Prader.

Auch die Volksschule Mauerbach wird sich aktiv an der Aktion beteiligen. Wie genau, wird sich erst in bevorstehenden Gesprächen zeigen. „So kommen nicht nur die Bienen zu einer Blumenwiese, auch die Kinder lernen in praktischer Arbeit die Zusammenhänge besser kennen“, freut sich Richter über die Zusammenarbeit.