Paukenschlag: Harald Prenner sagt Gemeindepolitik ade. SP-Gemeinderat nennt Arbeitsstil der ÖVP als Grund. Bürgermeister Peter Buchner sieht Arbeitsübereinkommen auf Kurs.

Von Jacqueline Kacetl und Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 25. Januar 2017 (05:54)
Harald Prenner (SPÖ): Bürgermeister agiert wie ein Diktator.
zVg

Seit 19 Jahren ist Harald Prenner für die SPÖ im Mauerbacher Gemeinderat, zuletzt sogar als Ausschussvorsitzender für Infrastruktur. Nun brachte ein Tropfen das Fass zum Überlaufen und er gab seinen Abschied aus der Gemeindepolitik bekannt.

Seinem Ärger über die Zusammenarbeit mit der ÖVP im Gemeinderat machte Prenner aber schon zuvor Luft: Bereits letzten Oktober hat er das Arbeitsübereinkommen zwischen ÖVP und SPÖ schriftlich gekündigt. Das hatte jedoch keine Konsequenzen, sondern kam einem symbolischen Akt gleich. „Die ÖVP hat sich bei vielen Projekten quergelegt. Bürgermeister Buchner agiert wie ein Diktator“, kritisiert Prenner, der Defizite im Straßenbau, der Kanalsanierung und der Beleuchtung anführt. „Im Budget gibt es keinen einzigen Cent für die öffentliche Beleuchtung. Die Straßen im Ort sind in einem desolaten Zustand. Und die für heuer beschlossenen Ausgaben für die Kanalsanierung reichen nicht aus. Damit kann man gar nichts machen“, ärgert sich Prenner. Bürgermeister Peter Buchner dankt Prenner für dessen langjähriges Engagement für den Ort, hält aber fest: „Entscheidungen werden nicht auf diktatorischer Basis, sondern im Einvernehmen mit den Fraktionen getroffen. Hier verweise ich auf das jeweilige Abstimmungsergebnis im Gemeinderat.“

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