Tödliche Folgen durch Müll. Probleme in Mauerbach: Achtlos weggeworfener Mist und Parasiten im Hundekot können zu schlimmen Folgen bei Kühen führen.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 10. April 2021 (03:40)
Immer wieder hat Umweltgemeinderat Bernhard Beer mit illegal entsorgtem Grünschnitt zu kämpfen. Vor einiger Zeit hat ein Unbekannter seinen Grünschnitt etwa im Wald entsorgt. 
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Seit Beginn der Corona-Pandemie zieht es die Menschen vermehrt in die Natur. Allerdings geht damit auch ein großes Problem einher: die Verschmutzung durch achtlos weggeworfenem Müll. „Viele Ausflügler lassen ihren Mist einfach liegen. Diese achtlos weggeworfenen Rohstoffe scheiden somit nicht nur aus dem Recycling-Kreislauf auf, sondern Plastik- und Aluminiumteile können tödliche Folgen für unsere Nutz- und Wildtiere haben“, erzählt Umweltgemeinderat Bernhard Beer und ergänzt: „Auf der anderen Seite haben wir aber auch mit dem Hundekot ein massives Problem.“ Er bezieht sich dabei konkret auf die Krankheit Neosporose.

„Beim Hundekot ist die Problematik, dass sich darin Parasiten befinden können, die für Wiederkäuer schädlich sein können. Dabei kann es bis zum Absterben des Jungtieres im Mutterleib bei trächtigen Kühen kommen“, beschreibt Beer die dramatischen Folgen. Er bittet daher alle Hundebesitzer, das Angebot der Gassi-Sackerl zu nutzen und dieses im nächstgelegenen Mistkübel zu entsorgen.

Hochwasserschutz mit Grünschnitt zerstören

Aber nicht nur Müll und Hundekot, sondern auch illegale Grünschnitt-Ablagerungen bereiten dem Umweltgemeinderat Kopfzerbrechen. „Entlang des Steinbachs wird regelmäßig Grünschnitt entsorgt. Früher oder später gelangen die Äste schließlich in den Bach und führen dort zu Verklausungen und Stauungen. Ein ausreichender Hochwasserschutz ist dann logischerweise nicht mehr gegeben“, schildert Beer und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, ihren Grünschnitt beim eigens errichteten Grünschnittplatz zu entsorgen.
Auch im Wald werden immer wieder Säcke mit illegal entsorgtem Grünschnitt entdeckt. Beer betont aber, dass „dies mit hohen Strafen sanktioniert werden kann und es sich nicht auszahlen wird.“