Von Hunden attackiert. Mauerbacherin ärgert sich über freilaufende Tiere, die eigenen Vierbeiner jagten. Bezirksjägermeister klärt über Gesetze auf.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. März 2019 (04:10)
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Laut Jagdgesetz dürften Hunde im Wald und auf der Forststraße nicht frei herumlaufen, es besteht Leinenpflicht.

Der Schock saß zwei Mauerbachern kürzlich in den Knochen, als die beiden und ihr Hund von einem freilaufenden Rudel attackiert wurden. Das Ehepaar war auf einem Forstweg am Ortsrand von Mauerbach mit seinem Hund an der Leine unterwegs, als plötzlich drei freilaufende Hunde vor ihnen standen und wohl in Angriffslaune waren.

„Ich konnte unseren Hund gerade noch ableinen. Die Hunde haben unseren gejagt, am Rücken gepackt, durch die Luft gewirbelt, er hat gewimmert und gejault, hat immer wieder versucht zu flüchten“, erinnert sich die schockierte Mauerbacherin. Als dann die Besitzer der Hunde dazukamen, standen diese staunend daneben. Sie gaben an, dass sie das Paar samt Hund nicht gesehen hätten.

 Angegriffener Hund wurde verarztet 

Nachdem die Situation etwas im Griff war, trennten sich die Wege. „Es hat nicht einmal eine Entschuldigung gegeben“, ärgert sich die Mauerbacherin. Durch die Attacke erlitt der Hund mehrere Bisswunden und Verletzungen, die behandelt werden mussten. „Das hat uns 136 Euro gekostet plus frei genommener Zeit für Verarztung und Betreuung“, ärgert sie sich.

Und sie fragt sich: „Das alles ist straffrei? Wo bleibt in Österreich die Gesetzgebung und die Anlaufstelle, die solche Vorfälle untersucht? Wie kann es sein, dass im Wald Hunde frei herumlaufen und jagen?“

Bezirksjägermeister Johannes Schiesser weist darauf hin, dass „eine Forststraße Wald ist, und da der Hund an die Leine muss.“ Grundsätzlich sei zwischen dem Hundehaltegesetz und dem Jagdgesetz zu unterscheiden.

Denn laut Hundehaltgesetz bestehe im öffentlichen Raum Leinen- oder Maulkorbpflicht jedoch nicht außerhalb des Ortsbereiches. Laut Jagdgesetz ist der Freilaufen von Hunden auf Forststraßen verboten, denn es bedeutet unbefugtes Durchstreifenlassen des Jagdgebietes abseits von öffentlichen Wegen.