Mauerbach , Wien

Erstellt am 11. Januar 2019, 16:39

von Martin Gruber-Dorninger

Häupl: „Ich bin heute um 5.30 Uhr aufgestanden“. Ehemaliger Bürgermeister versteht Kritik von Bundeskanzler Kurz nicht.

APA/Stadt Wien/PID/Alex Halada

Im Mittelpunkt der Regierungsklausur in Mauerbach stand für Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache nicht nur die Erarbeitung der Großthemen Steuerreform, Pflege und Digitalisierung (wir berichteten, siehe weiter unten), sondern auch das „Wien-Bashing“ erreichte eine neue Dimension.

Wien kündigte an die Mindestsicherungsreform nicht umsetzen zu wollen. Damit konfrontiert reagierte Kurz mit herber Kritik gegenüber der Bundeshauptstadt: „Ich glaube nicht, dass es eine gute Entwicklung ist, wenn da immer weniger Menschen in der Früh aufstehen, um zu arbeiten, und in immer mehr Familien nur mehr die Kinder in der Früh aufstehen, um zur Schule zu gehen.“  Weiters kritisierte er, dass Wien über 13 Prozent Arbeitslose habe und eine hohe Anzahl Arbeitsloser.

Darauf von der NÖN angesprochen reagierte Wiens ehemaliger Bürgermeister Michael Häupl mit Unverständnis: „Das ist typisch Wiener, dass ein Wiener immer Wien beschimpfen muss. Ich verstehe das nicht. Einem Tiroler fiele das niemals ein, dass er die Tiroler beschimpft.“

Und auf die Frage, wann er denn heute aufgestanden sei, antwortet er: „Ich bin heute um 5.30 Uhr aufgestanden. Meine Frau steht um diese Zeit auf, weil sie in die Arbeit fahren muss. Und im Regelfall stehe ich da auch mit auf und dann trinken wir einen Kaffee miteinander.“