Mauerbacher Opposition tritt zurück. Anscheinend hat die Diskussion um die Feldwiese in Mauerbach dazu geführt, dass die Mauerbacher Opposition geschlossen zurücktritt.

Von Ernst Susicky. Erstellt am 16. September 2014 (10:49)
Auf der Feldwiese soll ein Sportplatz gebaut werden. Eine Bürgerinitiative übt heftige Kritik an dem Projekt.
NOEN, Pilter
Am Dienstag haben neun der insgesamt 23 Gemeinderäte in Mauerbach ihre Mandate zurück gelegt, wodurch der Gemeinderat beschlussunfähig wird und bis zur Neuwahl nur mehr die unaufschiebbaren Amtsgeschäfte getätigt werden dürfen. So kann in der kommenden Gemeinderatssitzung am 24. September nicht mehr über das umstrittene Feldwiesenprojekt abgestimmt werden. Im Nachtragsbudget wären die Kosten für den Neubau des Sportplatzes in der Höhe von 2,4 Millionen Euro enthalten gewesen.

Dieser Schritt sei die einzige Möglichkeit gewesen, das Projekt Sportplatz Feldwiese zu verhindern, informieren die SPÖ, die Grünen und die Liste Wir für Mauerbach in einem Flugblatt, in dem sie ihren Schritt begründen. Neben der Erhaltung der Natur geht es der Opposition auch um die Schulden (derzeit rund 7 Millionen Euro), die sich die Wienerwaldgemeinde damit aufhalsen würde.

Bürgermeister Peter Buchner von der ÖVP ist von dem Vorgehen der Opposition empört und spricht von "reiner Arbeitsverweigerung", da der Gemeinderat jetzt bis zur Wahl im Jänner still stehe. Er jedenfalls wolle bis zum Tag der Gemeinderatswahl für die Marktgemeinde Mauerbach arbeiten.

Die Namen der Gemeinderäte, die auf ihr Mandat verzichten:

SP: Erwin Hackl, Elfriede Auer, Monika Schrottmeyer, Harald Prenner, Gerhard Stitzle und Michael Richter.

Grüne: Ursula Prader und Michael Felzmann

Wir für Mauerbach: Leo Dutzler