Purkersdorf will das Radfahren attraktiver machen. Verkehrsstadtrat Josef Baum präsentiert 47 Maßnahmen für ein Radwegekonzept.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 16. Juni 2021 (04:20)
Radweg Irenental
Auch die Möglichkeit eines Rad-Gehwegs in der Irenentalstraße bis Irenental soll geprüft werden.
Melanie Baumgartner

Bereits im Mai 2020 hat Josef Baum, Stadtrat für Verkehr, Energie und Kreislaufwirtschaft von der Liste Baum und Grüne, ein Radwege-Maßnahmenkonzept dem zuständigen Ausschuss als Entwurf vorgelegt. Dieses hat er gemeinsam mit Gottfried Hufnagel, dem Mobilitätsbeauftragten der Stadtgemeinde Purkersdorf, ausgearbeitet. Zahlreiche Maßnahmen konnten bisher umgesetzt werden, aber auch einige Verbesserungsvorschläge und Inputs hat es gegeben. Aus diesem Grund präsentiert Baum nun ein Radwege-Maßnahmenkonzept 2.0.

47 Maßnahmen zur Attraktivierung des Radverkehr

Derzeit werden 47 Maßnahmen zur Attraktivierung des Radverkehrs in Purkersdorf angeführt. Der Stadtrat betont, dass das Konzept umsetzungsorientiert ist und laufend weiter diskutiert, verbessert und erweitert werden soll. „Es wird zu Abänderungs- und Ergänzungsvorschlägen eingeladen, und zwar bezüglich größerer, eher mittelfristig realisierbarer Projekte, wie insbesondere auch für kleinere Maßnahmen, die unter den gegebenen Umständen in absehbarer Zeit Verbesserungen bringen“, erklärt Baum zu Beginn des 66 Seiten umfassenden Schriftstücks. Zudem verweist er auf die Wichtigkeit dieses Katalogs.

„Es hängt auch mit der Beauftragung des Planers für die Wiener Straße zusammen. Wir signalisieren damit, dass wir an dem Projekt ein immanentes Interesse haben“, erklärt Baum und fügt hinzu: „Purkersdorf hat ein hohes Potenzial für die Zunahme des Radverkehrs.“ Im Maßnahmenkatalog hat er diesbezüglich sieben Faktoren angeführt:

  • Rad als Zubringer zu Bahnstationen
  • Gesundheitsaspekt und Aspekte der Lebensqualität
  • Bewegung mit dem Rad soll für junge Menschen wieder attraktiver werden
  • Klimapolitische Gesichtspunkte
  • (Fahrrad-) Tourismus
  • Mehr E-Mobilität bedeutet auch mehr E-Bikes
  • Belebung des Ortskerns und der lokalen Wirtschaft
  • Mountainbike-Routen sollen laut Baum erst in einer späteren Phase behandelt werden. „Die Sicherheit für Alltagsradfahrer, vor allem für Kinder, ist momentan vorrangig“, erklärt der Stadtrat.

Auch SPÖ-Bürgermeister Stefan Steinbichler ist von dem Konzept begeistert. „Josef Baum investiert hier sehr viel Zeit und dabei kommen gute Ideen zustande. Wir werden das Konzept außerdem dem vom Land beauftragen Verkehrsplaner übermitteln, der für die Planung der Radwege zuständig sein wird.“

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