Verein "Respect" wird in Purkersdorf bleiben. Jugendarbeit wird politisch neutral aufgestellt sein. Der Verein „Respect“ wird weiterhin zusätzlich Anlaufstelle bleiben.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 24. Februar 2021 (04:00)
Elisabeth Loidl und Robert Eder werden weiterhin Ansprechpartner für Jugendliche sein.
M.B.

Seit Längerem sorgt die Jugendarbeit in Purkersdorf für Aufregung. Jetzt verriet SPÖ-Bürgermeister Stefan Steinbichler erste konkrete Maßnahmen. „Die Neuorganisation der Jugendarbeit kommt langsam in die Gänge. Mein Wunsch war es immer, die Jugendarbeit politisch neutral zu halten, das wird uns mit der Neuausrichtung jetzt gelingen“, freut sich Steinbichler.

Es gibt bereits einige Kandidaten, die sich künftig der Jugendarbeit in der Stadtgemeinde annehmen möchten.

In den letzten Monaten betonte der Stadtchef zudem, den bestehenden Jugendverein „Respect“ in bisheriger Form nicht weiter unterstützen zu wollen. Jetzt versicherte er aber: „Respect“ wird bleiben. „Die niederschwellige Jugendarbeit soll bei „Respect“ bleiben. Das heißt etwa für Beratungen, wie beispielsweise Drogenberatungen, wird weiterhin der Verein Anlaufstelle bleiben“, erklärt der Bürgermeister.

Ziel sei es auch, einen Jugendtreff partizipativ mit den Jugendlichen aufzubauen – unabhängig von „Respect“. „Die Jugendlichen haben derzeit nicht wirklich Platz, wo sie etwas machen können. Das soll sich ändern“, meint Steinbichler. Die Jugendarbeit wird komplett neutral aufgestellt. Alle Fraktionen seien laut Steinbichler eingebunden, jedem stehe es zudem frei, Ideen einzubringen. Außerdem soll die Jugendarbeit partizipativ stattfinden.

„Die Jugendlichen haben derzeit nicht wirklich Platz, wo sie etwas machen können. Das soll sich ändern“

Für den Jugendverein „Respect“ hat der Stadtchef zwei konkrete Wünsche: „Ziel ist eine Umstrukturierung des Vereins. Außerdem würde ich mir wünschen, dass sich ‚Respect‘ weiterhin um die niederschwellige Jugendarbeit in Purkersdorf kümmert“, sagt Steinbichler.

Robert Eder, Geschäftsführer von „Respect“, zeigt sich erleichtert. „Ich finde es nicht schlecht, dass die Jugendarbeit in Purkersdorf jetzt geteilt wird. Wir werden jetzt umso mehr versuchen, den professionellen Bereich weiter auszubauen“, erklärt Eder und betont: „So wird künftig versucht, möglichst viele Jugendliche anzusprechen. Ich finde, das ist eine gute Geschichte.“

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