Pressbaum

Erstellt am 07. Dezember 2018, 01:07

von Marlene Trenker

Bausperre für zwei Jahre. Im Gemeinderat wurde über die Zukunft der Stadt entschieden. Stark verdichteter Wohnbau nur mit Infrastruktur.

Vizebürgermeister Alfred Gruber erklärte die Hintergründe zur Bausperre in der Stadtgemeinde.  |  Trenker

Die Stadt wächst und wächst. Mit einem Plus von 28,97 Prozent verzeichnete der Ort den meisten Zuwachs im Bezirk St. Pölten Land zwischen 2003 und 2018.

Das Bevölkerungswachstum bringt auch einige Probleme mit sich, was Infrastruktur und Verkehrsaufkommen betrifft. Aus diesem Grund wurde erneut eine Bausperre verhängt. „Ansiedlung von Betrieben soll aber gefördert werden“, sagt Vizebürgermeister Alfred Gruber bei der Gemeinderatssitzung.

Auf stark verdichtete Wohnbauten soll in Zukunft verzichtet werden. An der B 44 sollen nur mehr Wohnbauten mit maximal zwölf Wohneinheiten entstehen. Stark verdichteter Wohnbau soll nur dann gestattet werden, wenn die entsprechende infrastrukturelle Ausstattung bereits vorhanden ist.

Durchmischte Struktur soll erhalten bleiben

„Aus diesem Grund beabsichtigt die Stadtgemeinde Pressbaum für die Dauer der Bausperre und darüber hinaus die zum Großteil bestehende, durchmischte Nutzungsstruktur des Stadtkerns von Pressbaum zu bewahren und weiterhin zu fördern“, sagte Vizebürgermeister Alfred Gruber in der Gemeinderatssitzung. Bereiche für stark verdichteten Wohnbau sollen zudem neu geregelt werden. „Entsprechende Maßnahmen zu den angestrebten Planungsabsichten sollen sowohl im Zuge des bereits angelaufenen Stadterneuerungsprojektes als auch durch entsprechende Anpassungen/Abänderungen des örtlichen Raumordnungsprogrammes gesetzt werden“, fügt Gruber hinzu.

Mit Inkrafttreten der Bausperre darf zudem nur gebaut werden, wenn es sich mit den Zielen der Gemeinde deckt. Alles andere wird dem Bauausschuss zugeteilt. Dieser gibt dann eine Empfehlung an den Gemeinderat, der dann darüber abstimmen wird.

Die Bausperre gilt nun für die nächsten zwei Jahre. Danach kann sie wieder für ein Jahr in der Stadtgemeinde verlängert werden.