Betrunkene hielten Rettungskräfte zum Narren. Betrunkene Jugendliche in Pressbaum setzten aus Spaß Rettungskette in Gang. Eine von ihnen beschädigte Auto und biss Beamten ins Bein.

Von Beate Riedl. Erstellt am 28. Juni 2020 (04:13)
Symbolbild
APA

Dass Rettungskräfte Leben retten und für Sicherheit sorgen, hat sich zu drei Jugendlichen (15, 16 und 17) wohl noch nicht so ganz durchgesprochen. Sie machten sich einen Spaß daraus und lösten in der Vorwoche einen Einsatz aus. „Ich liege blutüberströmt am Friedhof in Pressbaum“, mit diesen Worten meldete sich die 16-Jährige, die aus einer Betreuungseinrichtung bereits abgängig gemeldet worden war. Die Einsatzkräfte rückten mitten in der Nacht aus, auch eine Diensthundestreife machte sich auf die Suche nach der Jugendlichen. Nahe dem Kreisverkehr konnte die junge Dame mit ihren beiden Freundinnen, die ebenfalls in der selben Unterkunft leben und abgehauen waren, angetroffen werden.

Tritte, Bisse und Beschimpfungen

Das Trio, das Alkohol getrunken hatte, war aber alles anderes als kooperativ. Beschimpfungen und Beleidigungen mussten sich die Beamten von den Jugendlichen anhören. Außerdem stieg die 16-Jährige auf eine Mauer und warf mit Steinen, dabei beschädigte sie ein Auto. Doch dem nicht genug, sie attackierte auch noch einen Beamten und biss ihn ins Bein. „Der Beamte blieb glücklicherweise unverletzt“, heißt es von der Polizei. Das Trio wurde schließlich zurück in die Betreuungseinrichtung gebracht, für die drei setzt es nun eine Reihe von Anzeigen: versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt, Missbrauch des Notrufs, Sachbeschädigung, Lärmerregung und aggressives Verhalten.

Jugendliche schon mehrmals gesucht

Kurioses Detail am Rande: Zwei der Jugendlichen waren erst im April in Pressbaum unterwegs und hatten auch Kontakt mit der Exekutive. Zwei Mal hintereinander hatten sie sich im Wald verlaufen und mussten von der Polizei gesucht werden .