Bildung für Mütter. Begonnen hat es vor 40 Jahren als Mütterseminar, heute heißt es Erwachsenenbildung. Jetzt wurde zurückgeblickt.

Von Nadja Büchler. Erstellt am 17. Mai 2019 (17:13)
Büchler
Freuten sich über das 40-jährige Jubiläum: Maria Trimmel, Helga Passecker, Helga Hofhansl, Lore Krisa, Christine Oberndorfer, Maria Volk, Helga Neubauer und Pfarrer Johann Herberstein (von links).

Mit Maria Volk hat es begonnen – das Mütterseminar. Vor 40 Jahren hat sie das erste Mütterseminar in die Pfarre Pressbaum gebracht und geleitet. Das Interesse war sehr groß, und schon bald wurde aufgrund der hohen Teilnehmerzahl ein zweites Seminar initiiert. Später waren es vier.

In all den Jahren konnten viele Referenten mit interessanten Vorträgen gewonnen werden. Eigens engagierte Babysitter kümmerten sich um die mitgebrachten Kindern. Eine davon war „Tante Helga“.

Die Erzdiözese allein konnte nicht mehr alle Seminare finanzieren. So wurde beschlossen, alle zwei Jahre einen Flohmarkt zu veranstalten. Der Gewinn floss in die Pfarre und in soziale Projekte. Mit den Einnahmen konnten das Sitzungszimmer und die Küche im Pfarrhaus renoviert werden. Die Kosten für Küchenzubehör und Pfarrkaffee konnten ebenfalls übernommen werden.

Vor 20 Jahren erfüllte sich ein Traum: Ein kleiner Raum im Pfarrhaus wurde frei und aus der Dienstag-Gruppe formierten sich einige engagierte Frauen zu einem fleißigen Bibliotheks-Team. Im Juni 1999 fand zum 20-Jahr-Jubiläum des Mütter seminars gleichzeitig die feierliche Eröffnung der öffentlichen Bibliothek der Pfarre Pressbaum statt.

Viele der Mütter kehrten nach der Karenz wieder in ihre Berufe zurück, und die Zahl der Gruppen reduzierte sich auf zwei. Das Mütterseminar wurde zwei Jahre später von Maria Trimmel in Erwachsenenbildung (EBI) umbenannt. Die Frauen wollten auch den Männern die Möglichkeit geben, dabei zu sein.

Dank und Blumen gab es zum Jubiläum für Initiatorin Maria Volk ebenso wie für die Leiterin der Erwachsenenbildung 1, Helga Neubauer, und der Erwachsenenbildung 2, Helga Hofhansl, sowie für Babysitterin Tante Helga. Maria Trimmel verpackte die 40-jährige Geschichte in ein schönes Gedicht. Mit alten Fotos wurden die gemeinsamen Erlebnisse besprochen und mit Sekt, Kaffee und Kuchen die 40 Jahre gebührend gefeiert.