Brosig-Grundstück: Petitions-Initiatorin Prinz will Antworten

Seit September wartet Prinz auf Informationen über den Grund-Verkauf. Seitens der Stadt braucht man aber noch Zeit.

Kristina Veraszto
Kristina Veraszto Erstellt am 13. Oktober 2021 | 04:56
Pressbaum - Brosig-Grundstück: Petitions-Initiatorin Prinz will Antworten
Der geplante Verkauf des Brosig-Areals wird heuer, realistisch betrachtet, nicht mehr über die Bühne gehen. Foto: Veraszto
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Eva-Maria Prinz, die Initiatorin der Petition „Rettet das Brosig-Grundstück“, erhofft sich seit der vergangenen Gemeinderatssitzung im September Antworten, wie es mit dem geplanten Verkauf des Brosig-Areals weitergeht. Wie sie der NÖN mitteilt, bekommt sie aber von ÖVP-Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner keine Informationen. „Ich habe bis heute keine Rückmeldung auf meine E-Mails bekommen“, ärgert sich die Pressbaumerin.

Wie die NÖN berichtete, stellten die SPÖ und die Bürgerliste WIR! im September den Antrag, die Bürger darüber abstimmen zu lassen, ob das Brosig-Areal zu einem Park werden solle. Nach heftigen Diskussionen wurde der Antrag auf eine Volksbefragung abgelehnt.

Für ÖVP und Grüne gab es damals viele offene Fragen: Beispielsweise, ob eine Umwidmung des Areals von Bauland auf Grünland-Park überhaupt möglich sei, da das Grundstück der Pressbaumer Kommunal GmbH (kurz PKomm) gehörte Zudem müsse geklärt werden, welche Projekte der Stadt finanziell auf der Strecke bleiben würden, käme es zu keinem Verkauf.

ÖVP-Vizebürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Pkomm Jutta Polzer nahm stellvertretend für den Bürgermeister Stellung: „Man muss uns auch ein wenig Zeit geben, um alles zu prüfen. Die Ausschüsse tagen jetzt wieder und in der PKomm werden die Angebote geprüft.“

Verkauf für heuer ist nicht realistisch

Die nächste Gemeinderatssitzung findet voraussichtlich am 3. November statt. Dass bis dahin schon Informationen zum Brosig-Areal präsentiert werden können, glaubt die Vizebürgermeisterin nicht. „Ich denke, dass November sehr knapp wird. Generell halte ich einen Verkauf heuer für nicht realistisch“, erklärt Polzer.

Sobald alle Informationen vorliegen, werde man diese in den Gemeinderat bringen. „Es wird keinen Verkauf im Hinterkämmerchen geben“, betont die Vize-Stadtchefin, die aber gegen einen Park am Brosig-Areal ist. „Ich halte einen Park hinter der Hansen-Villa für sinnvoller, weil wir mehr Gestaltungsmöglichkeiten haben“, so Polzer.

Das Brosig-Grundstück wurde damals von der Stadt angekauft, um es auch zu verwerten. Die Petitions-Initiatorin erwartet sich aber nach wie vor eine Rückmeldung. „Die rechtliche und finanzielle Klärung wurde bei der Gemeinderatssitzung auch öffentlich vom Bürgermeister zugesagt. Die Bürger müssen eingebunden werden“, fordert Prinz.