Diebe gingen im „Café Corso“ ein und aus. Geschäftsführer des Café Corso traute seinen Augen nicht, als Bilder der Überwachungskamera ausgewertet wurden.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 21. August 2018 (09:53)
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Symbolbild

Mit einer ganz neuen Masche stiegen zwei bislang unbekannte Täter ins Café Corso ein. Sie erbeuteten einen vierstelligen Geldbetrag und verursachten auch noch erheblichen Schaden. „Das Gefühl ist fürchterlich, wenn jemand im Haus herumrennt, der da eigentlich nichts verloren hat“, schildert Geschäftsführer Andre Putrich sein Befinden nach dem Einbruch.

Zwischen 25 und 35 Jahren alt scheinen die Täter gewesen zu sein. Einer trug knielange Hosen, der andere eine lange dunkle Jogginghose. Dies zeigen Bilder, die von einer Überwachungskamera im Inneren des Cafés aufgezeichnet wurden. „Die Aufnahmen sind derzeit bei der Polizei, die diese Bilder genau auswerten“, sagt Putrich. Dies bestätigt die Pressbaumer Polizei auch gegenüber der NÖN. „Auffällig sind auch die Kapuzensweater, die von beiden Einbrechern getragen wurden“, sagt ein Beamter der Polizei.

Was war genau geschehen? – Kurz nach Mitternacht machten sich zwei Gestalten am Tresor zu schaffen.

Nach einer Stunde kamen sie noch einmal

„Es gibt keine Einbruchsspuren. Wir vermuten, dass sich einer hat einsperren lassen und dem anderen dann die Tür öffnete“, mutmaßt Putrich. Zielgerichtet gingen sie auf den Tresor zu und versuchten zunächst, mit einem kleineren Werkzeug diesen zu öffnen. „Ich bin mir sicher, dass die ortskundig waren. Das sah sehr zielgerichtet aus“, so Putrich. Als die Einbrecher merkten, dass sich der Tresor mit dem kleinen Werkzeug nicht öffnen lässt, verließen sie das Corso.

Genau sechs Minuten später kamen sie retour, dieses Mal mit einem großen Brecheisen. „Damit haben sie den Tresor dann ausgehebelt und mitgenommen“, erzählt Putrich. Doch das war noch nicht alles. Eine Stunde später kehrten sie wieder zurück und machten sich an alkoholischen Getränken und dem Wechselgeld zu schaffen. Obendrein nahmen sie auch noch einen Laptop mit.

Für Andre Putrich ist dies aber kein Grund, in Hysterie zu verfallen: „Wir werden den Einbruchsschutz nun erweitern. Und zwar um Sirene und Bewegungsmelder. Damit es schön blinkt und alle Lichter angehen, wenn wieder einer versucht ins Café einzubrechen.“