Kunst aus Pressbaum auf großer Tournee. „Foto Wien“ und „NÖ Art“ zeigen Werke von ortsansässigen Künstlern. Die Palette ist bei beiden vielfältig.

Von Nadja Büchler. Erstellt am 04. April 2019 (11:16)
Nadja Büchler
Robert Zahornicky „Zahor“ ist derzeit mit drei Bildern auf der „Foto Wien“ in der Galerie Andrea Jünger zu sehen.

Robert Zahornicky und Katharina Szepannek leben und arbeiten in der jungen Wienerwald-Stadt. Szepannek ist Malerin und ihre Bilder werden ab April bis zum Ende des Jahres bei der NÖ Art ausgestellt. Die Wander-Ausstellung „Realität ins Bild bringen“ zeigt die Arbeiten von mehreren Künstlern und wird an unterschiedlichen Orten in NÖ gezeigt. Robert Zahornicky, besser bekannt unter seiner Kurzform „Zahor“, stellt drei seiner Arbeiten im Rahmen der „Foto Wien“ aus.

„Kunst macht einen wichtigen Teil meines Ichs aus. Der Wunsch nach künstlerischem Ausdruck war eigentlich schon immer da“, beschreibt Katharina Szepannek ihren Werdegang. Es gab Phasen in ihrem Leben, in denen andere Dinge Priorität hatten.

„Da musste ich das kreative Schaffen hintanstellen und doch brach es immer wieder durch, ließ sich nicht verdrängen oder verleugnen, verschaffte sich von selbst Raum. Andernfalls wäre ich vermutlich explodiert“, so Szepannek. Heute findet ihr künstlerischer Ausdruck größtenteils durch die Malerei statt. Ihr Stilmittel ist die realistische Darstellung, die manchmal durchwegs auch ins Surreale abgleiten darf. Ihre Werkzeuge sind hauptsächlich Ölfarben, Pinsel und Leinwand.

„Kunst macht einen wichtigen Teil meines Ichs aus. Der Wunsch nach künstlerischem Ausdruck war eigentlich schon immer da“

„Bei der Themenwahl lege ich großen Wert auf die Aussage, die ich machen möchte. Ich bin eine genaue Beobachterin und übersetze meine Wahrnehmungen in Bildsprache. Dabei interessieren mich Menschen jenseits der Hochglanzmagazine, wie sie mir täglich begegnen,“ erklärt die Malerin. Doch bei allem Ernst darf ein Augenzwinkern nicht fehlen.

NOEN
Die Bilder von Katharina Szepannek werden bis zum Ende des Jahres bei der NÖ Art ausgestellt.

„Zahor“ ist vielseitig. Am bekanntesten ist er als Fotokünstler geworden. Seit 1975 beschäftigt er sich mit diesem Thema. Seine Kunst lässt sich nicht so einfach festlegen. Ob Farbe, Schwarz-Weiß, Sofortbilder, Fotogramme, Dokumentationen, Natur, Mensch, Gesellschaft, Politik, Realität und Fiktion, alles ist erlaubt. Er hat den Blick für die unauffälligen aber doch so aussagekräftigen Details. Ein Auszug seiner Werke lässt auf den ersten Blick nicht erkennen, dass diese Arbeiten ein und demselben Fotografen zuzuschreiben sind. Auf den zweiten Blick ist seine Handschrift doch zu erkennen.

Momentan sind drei seiner Arbeiten im Rahmen der „Foto Wien“ in der Galerie Andrea Jünger zu sehen. Weiter geht es im April mit der Doppelausstellung „Unvorhergesehene Information“ im Museum für Fotografie in Jindrichuv Hradec (Tschechien) und in der Kunstfabrik in Großsiegharts.

„Ein Zitat vom amerikanischen Konzeptkünstler Walter de Maria gefällt mir sehr gut und passt zu meinen Überlegungen. ,Wichtig ist nicht die Sache an sich, sondern die Vorstellung von ihr’“, beantwortet Zahornicky die Frage nach dem Ausgangspunkt seiner Arbeiten.