Workshops für einen Sozialpreis nominiert. Der Verein „PatInnen für alle“ ist für die „SozialMarie“, einen Preis für Innovation, vorgeschlagen worden.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 16. März 2019 (04:10)
Roland Unger
Auch Schauspielerin und Sängerin Erika Pluhar setzt sich für Flüchtlinge und Projekte in dem Zusammenhang ein.

Der Verein „PatInnen für alle“ wurde für die „SozialMarie“ nominiert. Dabei handelt es sich um den ältesten Preis Europas für soziale Innovation. Von Beginn an international ausgeschrieben, ist die „SozialMarie“ mittlerweile nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen andern Ländern bekannt.

Der Verein wurde dabei für die Initiative „Workshops gegen die Angst“ nominiert. Diese Workshops bereiten Asylwerbern und subsidiär Schutzberechtigte sowie auch deren Paten, Helfern oder Betreuern auf eine Verhandlung im Asylverfahren vor. Diese gemeinsame Teilnahme sichert die Nachhaltigkeit und bildet Multiplikatoren aus. Außerdem führt es die Teilnehmer aus der Ohnmacht. Sie haben eine konkrete Vorstellung, wie sie sich nun vorbereiten können.

Authentisch über Flucht berichten

Besonders im Asylverfahren ist es wichtig, die erlebten Fluchtgründe so authentisch wie möglich darlegen zu können.

Speziell junge Flüchtlinge brauchen für die erfolgreiche Bewältigung solch herausfordernder Termine eine Vorbereitung, damit sie in dieser für sie schwierigen Situation auf ihre Ressourcen und ihre Kompetenzen vertrauen und auf diese zurückgreifen können.

„In den ersten Durchgängen von April bis Dezember 2018 und den Verhandlungen am BVwG konnten wir erleben, wie sehr junge Flüchtlinge in diesen Situationen von einer Vorbereitung und dem Erlernten profitieren“, freut sich Obfrau Erika Kudweis.

Die Preisverleihung ist am 1. Mai im Wiener Radio Kulturhaus. Da wird sich dann zeigen, ob der Pressbaumer Verein gewonnen hat.