Schließung der NMS Pressbaum steht im Raum. Die Stadtgemeinde Pressbaum prüft derzeit, ob die Schule erhalten werden soll. Die Schulleitung prescht mit einer E-Mail vor.

Von Martin Gruber-Dorninger und Marlene Trenker. Erstellt am 19. Dezember 2018 (05:18)
NOEN, Trenker
Die HLW ist bereits ausgelaufen. Nun steht im Raum, dass der Neuen Mittelschule dasselbe Schicksal widerfährt.

Mit der Diskussion in der letzten Gemeinderatssitzung geht das Gerücht um, dass die Neue Mittelschule in der Fünkhgasse geschlossen werden soll. Von offizieller Seite gibt es dafür noch keine Bestätigung. Das Landesschulinspektorat weiß nichts über Schließungspläne. Auch von Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner wurde persönlich eine Schließung der Neuen Mittelschule nicht bestätigt.

Dennoch verdichten sich die Hinweise.Der Stein des Anstoßes war eine E-Mail des Lehrers Peter Schubert, die von Direktor Thomas Pölzl autorisiert wurde. Diese wurde nach einem vertraulichen Gespräch zwischen der Schulleitung, Bürgermeister und Bildungsstadträtin Irene Heise öffentlich. Laut der Mail, die an zahlreiche Stellen ausgesendet wurde, wird die Kopfquote als Grund für die Schließung genannt.

„Die Thematik geht derzeit durch alle Gremien und es wird geprüft, ob es wirtschaftlich ist, die Schule weiterzuführen.“ Josef Schmidl-Haberleitner

In der Gemeinderatssitzung wurde angegeben, dass 15 bis 20 Pressbaumer Schüler die NMS besuchen. Direktor Thomas Pölzl spricht hingegen von über 60. Für die verbleibenden Schüler besteht die Möglichkeit, entweder nach Purkersdorf oder nach Eichgraben auszuweichen. Für die Pressbaumer Schüler steht außerdem im Raum, die private Mittelschule im Sacré Coeur zu besuchen. Für das Schulgeld würde die Stadtgemeinde aufkommen, wurde in der Gemeinderatssitzung verlautbart.

Direktor Pölzl ärgert vor allem, dass aus seiner Sicht die Schließung der Schule vorrangig ist und auf keines der Angebote seinerseits eingegangen wurde. Seit dem Sommer gibt es die HLW nicht mehr, die im selben Gebäude wie die Mittelschule untergebracht war. Seitdem stehen die Schulräume leer.Seitens der Mittelschule versteht man das Bestreben der Stadtgemeinde, diese Räume nützen zu wollen. So wurde eine Nutzung des Gebäudes nach Eichgrabner Modell vorgeschlagen.

Ein Modell wie in Eichgraben

Dort befinden sich Volksschule und Neue Mittelschule in einem Gebäude, das über die Sommermonate sogar ausgebaut wurde. Auf Vorschlag der Leitung der Mittelschule könnte die Volksschule die Räume der ehemaligen HLW nützen. Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner gibt an, lediglich mit allen offen und transparent sprechen zu wollen. „Die Thematik geht derzeit durch alle Gremien und es wird geprüft, ob es wirtschaftlich ist, die Schule weiterzuführen“, so Schmidl-Haberleitner.

Beschlossen ist noch nichts. „Wir werden nun einige Punkte abarbeiten und dann werden wir sehen, wohin der Weg führt“, sagt Schmidl-Haberleitner zur weiteren Vorgehensweise. Falls die Prüfungen die Schließung der Schule als Resultat haben, können die Kinder eine der Schulen in den umliegenden Gemeinden besuchen.

Aus Purkersdorf kommen, zumindest für die Kinder aus Tullnerbach und Wolfsgraben positive Signale: „Falls die Gemeinden die Kinder lieber in unserer Mittelschule unterbringen wollen, werden wir sicher einen Platz für sie finden“, sagt Purkersdorfs Bürgermeister Stefan Steinbichler.