Anrainer fordern Sanierung der Linzer Straße. Unterschriften-Aktion wurde gestartet, Anwohner wollen schnellstmögliche Erneuerung.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 05. September 2019 (03:07)
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Laut Land soll die Linzer Straße in den nächsten Jahren saniert werden.

 „Jetzt muss in der Linzer Straße bald was passieren“, fordert Susanne Klinser von der Liste Baum und Grüne. Lärm, Staub und Luftschadstoffe hätten für viele Anrainer ein unerträgliches Niveau erreicht. Deshalb hat Klinser vergangene Woche eine Unterschriftenaktion gestartet. Bis Mitte September sollen Unterschriften gesammelt werden.

„Die notwendige Anzahl für einen Bürgerinitiativ-Antrag bekommen wir – gemessen an den sehr positiven Rückmeldungen – problemlos zusammen“, ist Klinser überzeugt.

 „Jetzt muss in der Linzer Straße bald was passieren“

Die Linzer Straße zähle zu einer der meist befahrenen Straße in Purkersdorf. „Zu den Verkehrsspitzen kommt es immer öfter zu einem Verkehrsstillstand. Die angespannte Verkehrssituation ist der Gemeinde spätestens seit 2016 bekannt“, meint Klinser. Damals sei zwar eine Querungshilfe beim Billa geprüft, aber sonst nichts viel gemacht worden. „Jetzt ist eine Querung der Linzer Straße zwischen Post und Billa nur unter großer Gefahr möglich. Die Bushaltestelle oder der Kindergarten sind somit fußläufig nur erschwert erreichbar“, erklärt Klinser. Außerdem sei die Hauszufahrt für Anrainer aufgrund des Verkehrsaufkommens kompliziert und die Geh- und Radwege seien stark verbesserungswürdig. Außerdem würde man sich bei offener Balkontüre aufgrund des Lärms nicht unterhalten können.

„Straße ist in  schlechtem Zustand“

Klinser fordert gemeinsam mit etlichen Anrainern einige – aus ihrer Sicht – umsetzbare Maßnahmen. „Geschwindigkeitsanzeigen sollen den Autofahrern anzeigen, wie schnell sie tatsächlich fahren. Denn einige fahren mit Sicherheit über 50 km/h. Außerdem sollen die Warnschilder „Bitte nicht so schnell!“ erneuert werden. Auch eine Bodenmarkierung soll angebracht werden, ebenso hält Klinser regelmäßige Geschwindigkeits-Kontrollen durch die Polizei für sinnvoll.

Was ihr ein dringendes Anliegen ist, ist die Sanierung der Fahrbahn, die so schnell wie möglich erfolgen soll. „Die Straße ist in einem sehr schlechten Zustand mit starken Spurrinnen“, meint die Purkersdorferin.

Laut Gerhard Fichtinger von der Abteilung Straßendienst des Landes, weiß man, dass die Linzer Straße in den nächsten Jahren zu sanieren ist: „Daher wird es in den nächsten Wochen ein Koordinierungsgespräch mit der Stadtgemeinde Purkersdorf und der Straßenbauabteilung Tulln geben.“ Dabei soll festgelegt werden, welche Abschnitte wann zu sanieren sind, wobei dies in Abhängigkeit von anderen Bautätigkeiten geschehen soll.

SP-Bürgermeister Stefan Steinbichler freut sich, wenn sich Leute engagieren. „Allerdings erarbeiten wir während der Bausperre ohnehin ein Verkehrskonzept, ich lade alle ein, mitzumachen. Ich kann kein Thema zwei Mal behandeln oder auf individuelle Wünsche eingehen“, erklärt der Bürgermeister. Außerdem würde das Thema zuerst im zuständigen Ausschuss behandelt werden müssen, bevor es zum Thema im Gemeinderat werde.