Comeback-Pläne: Wolkerstorfer will zurück. Noch im Oktober verkündete der SPÖ-Stadtrat seinen Rückzug. Mit einem Vorzugsstimmenwahlkampf will er sich jetzt noch in den Gemeinderat katapultieren.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 15. Januar 2020 (02:08)
„Bin da, bin wieder weg – das ist ja nicht unüblich in der Politik“, schmunzelt Harald Wolkerstorfer.
NOEN

Erst im Oktober verkündete Harald Wolkerstorfer, dass er sich als SPÖ-Stadtrat zurückziehen will. Nur noch als Gemeinderat hätte er sich vorstellen können, weiterzumachen. Jedoch wurde er nur auf den 33. Platz gereiht.

Jetzt hat er sich dazu entschlossen, einen Vorzugsstimmenwahlkampf zu führen. „Viele Leute haben mich nach meiner Bekanntgabe zum Rückzug gefragt, warum ich nicht weitermache“, sagt Wolkerstorfer. Aus diesem Grund will er jetzt um Vorzugsstimmen kämpfen. Er habe sich lange mit dem Thema beschäftigt und will jetzt auf Stimmenfang gehen. „Alle, die gesagt haben, ich soll zurück, müssen mir eben eine Vorzugsstimme geben“, meint Wolkerstorfer, der mit 150 Stimmen rechnet. Er war 13 Jahre lang im Gemeinderat, elf Jahre Fraktionssprecher und zehn Jahre Stadtrat.

Besondere Errungenschaft waren seiner Meinung nach die Rekultivierung der Feihlerhöhe sowie die Begegnungszone auf dem Kirchenplatz oder die Sanierung der Rudolfswarte. „Bedauerlicherweise konnte das ‚Leben am Fluss‘ noch nicht umgesetzt werden – aber für mich ist es noch nicht vom Tisch“, gibt sich der Stadtrat kämpferisch und setzt nach: „Dass ich auf der SPÖ-Liste nur auf Platz 33 liege, war mit mir abgesprochen. Es hindert mich aber nicht daran, einen Vorzugsstimmenwahlkampf zu führen“, so Wolkerstorfer. Bürgermeister Stefan Steinbichler werde er aber weiterhin unterstützen.

Steinbichler betont, dass Wolkerstorfer aus seiner Sicht nicht mehr in den Gemeinderat kommen werde. „Wir haben eine Abmachung, daran halte ich mich“, erklärt der Bürgermeister dazu. Etwaige Vorzugsstimmen würden das wahrscheinlich eher nicht beeinflussen.