Coronavirus-Verdachtsfall: Kein Test trotz Symptomen. 19-Jährige Purkersdorferin mit Reizhusten daheim. Sie falle aber nicht in Risikogruppe, erklärt Land.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 19. März 2020 (14:00)
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Reizhusten, Atemnot, Fieber - mit diesen Symptomen kam eine junge Purkersdorferin von ihrer Arbeit im öffentlichen Verkehr nach Hause. "Ich habe natürlich sofort unter 1450 angerufen", berichtet die 19-Jährige. Dort habe man ihr erklärt, dass nur Risikogruppen getestet werden. Und weil sie nicht in die Risikogruppe falle und auch aus keinem Risikogebiet komme, gebe es keinen Test.

"Ich habe natürlich sofort unter 1450 angerufen"

Per Telefon sei sie vom Hausarzt krank geschrieben worden. "Und ich habe es natürlich dem Arbeitgeber gemeldet, viele meiner Kollegen, mit denen ich Kontakt hatte, sind schon älter", sagt die Purkersdorferin. Die Kollegen seien jetzt alle vorsorglich daheim.

"Das Problem ist auch, dass sich die Atemnot verschlimmert und ich derzeit nur rezeptfreie Medikamente bekomme. Die helfen halt nicht besonders viel", meint die 19-Jährige.

Zu einzelnen Fällen könne aus Gründen des Datenschutzes keine Auskunft gegeben werden, teilt Christian Salzmann vom NÖ Landespressedienst mit. 

Grundsätzlich werde eine Testung durchgeführt, wenn Symptome und ein Aufenthalt innerhalb von 14 Tagen in einem Risikogebiet vorliegen oder bei Symptomen und Kontakt mit einem bestätigten Fall.

Zum Ablauf einer Testung erklärt Salzmann: "1450 nimmt die Daten auf, verständigt eine Rettungsorganisation. Die Mobilen Teams fahren dann zur betroffenen Person. Die gesammelten Tests werden je nach Gebiet in ein Universitätsklinikum gebracht", so Salzmann. In der Regel würde innerhalb von 48 Stunden ein Ergebnis vorliegen.