Der Nino aus Wien kam zum Jubiläum. Zehn Alben und seit ebenso vielen Jahren ist er unterwegs mit der Band aus Wien.

Von Ernst Jauck. Erstellt am 15. April 2019 (15:08)
Ernst Jauck

Egal ob in Wien, Berlin, München, Dresden oder Purkersdorf, überall gelingt es ihm Menschen in sein faszinierendes Labyrinth der Schrulligkeiten zu locken. Und obwohl er mittlerweile 1.000-er Hallen füllt, bleibt er seit Anbeginn der „kleinen“ Bühne Purkersdorf treu, was ihm hoch anzurechnen ist.
Mit im Gepäck hat der „Bob Dylan vom Praterstern“ sein aktuelles Album, „Der Nino aus Wien“. Befüllt mit erstklassigen Stücken, kommen die Songs live sehr persönlich und mit stiller Leidenschaft, wie immer mit höchster Experimentierfreudigkeit und der ihm eigenen Art der Poesie. Bekanntes wie „Spinat“ oder „Wach“ oder der Kicker Protestsong „Unentschieden gegen Ried“ wird vom Publikum aufgesogen, ebenso die teils sehr persönlichen Geschichten zwischen den Songs.

Mag sein, dass es begabtere Gitarristen gibt oder virtuosere Reimer, vielleicht auch lässigere Namen. Aber Der Nino aus Wien besitzt das, was vielen anderen fehlt, die unverbrüchliche Originalität.
Das Publikum war jedenfalls dankbar und hoch erfreut über den Jubiläums-Abstecher nach Purkersdorf.