Falschen Parkplatz gewählt: Heckscheibe eingeschlagen. Weil offensichtlich jemand verhindern will, dass ein Purkersdorfer an bestimmter Stelle parkt, steckten Nägel im Reifen.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 16. Oktober 2019 (03:59)
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Symbolbild

1.100 Euro – das musste ein Purkersdorfer zahlen, weil er in der Dr.-Eduard-Weiss-Gasse geparkt hatte. Er hat aber nicht Strafe zahlen müssen, dort zu parken ist erlaubt. Es handelt sich um einen öffentlichen Parkplatz, den jeder benutzen darf. Das Geld musste der Purkersdorfer ausgeben, weil sein Auto beschädigt wurde: „Zwei Mal ist ein Nagel in meinem Autoreifen gesteckt. Da habe ich mir noch nichts dabei gedacht.“

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Zweimal steckte ein Nagel in den Autoreifen des Purkersdorfers.

Spätestens als aber auch die Heckscheibe seines Autos eingeschlagen wurde, war für den Purkerdorfer klar: „Man will nicht, dass ich dort parke. Wenn ich ums Eck parke, ist mir noch nie etwas passiert. Seit 30 Jahren parke ich überall um meine Wohnung herum. Nur in dieser kurzen Gasse, in der sich ein mittelgroßer Wohnbau befindet, ist es zu den Beschädigungen gekommen“, berichtet der Purkersdorfer, der nicht damit gerechnet hat, dass es so eine Kriminalität auch in seiner Heimatstadt gibt. „Das sind Zustände, wie in Amerika. Purkersdorf darf nicht Chicago werden“, sagt der Mann.

Bürgermeister Stefan Steinbichler weiß von diesem Problem: „Es ist mir bekannt, die Polizei hat mir bereits davon berichtet.“ Etwas unternehmen könne man aber nicht wirklich. „Ich kann nur an die Vernunft der Mitbürger appellieren. Der Parkplatz in der Dr.- Eduard-Weiss-Gasse darf von allen benützt werden“, so Steinbichler abschließend.