Ganze Stadt packt für Open-Air gemeinsam an. Einsatzkräfte und Mitarbeiter der Stadtgemeinde sorgen jedes Jahr für den reibungslosen Ablauf der Open Airs.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 13. Juni 2019 (04:03)
Gruber-Dorninger
Kulturstadträtin Ingrid Schlögl, Bürgermeister Stefan Steinbichler, Stadtmarketing-Dame Elise Madl, Stadtrat Harald Wolkerstorfer, Ronald Raab, Alexander Klakocer, Markus Ulreich,Niki Neunteufel und Baudirektor Nikolaj Hlavka sind bereit für das erste Open Air des Jahres.

Es ist so weit, das erste große Event des Purkersdorfer Open Air Sommers steht vor der Tür und Chris Norman tritt als Hauptact am Hauptplatz auf. Was sich hinter den Kulissen alles abspielt, sehen die wenigsten. Doch die gesamte Stadt arbeitet irgendwie im Hintergrund daran, dass das fest gelingt. Viele davon krempeln ehrenamtlich und freiwillig ihre Hemdsärmel auf, darunter die Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr und Rotem Kreuz.

Um ein Event dieser Größenordnung zu bewältigen, hilft in Purkersdorf wirklich die ganze Stadt mit. Besonders die Rettungsorganisationen und die Freiwillige Feuerwehr unterstützen die Stadtgemeinde dabei jedes Jahr nach Kräften.

Bei Chris Norman werden die Mitarbeiter des Roten Kreuzes Purkersdorf-Gablitz im Einsatz sein, um im Ernstfall zu helfen, im August übernimmt diese Aufgabe der Samariterbund.

„Es ist immer eine recht schöne Aufgabe, das beim Open Air zu tun.“ Harald Wolkerstorfer ist Open Air-Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr

„Wir sind für die gesamte gesundheitliche Versorgung der Besucher verantwortlich“, sagt Bezirksstellenleiter Wolfgang Uhrmann. Wenn sich bis zu 10.000 Besucher auf einem Fleck aufhalten, steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit für Zwischenfälle.

„Wir haben stets so zwischen fünf bis zehn Einsätze bei einem Open Air. Es kommt vor, dass jemand in der Menschenmenge stolpert und sich verletzt, oder von einer Wespe gestochen wird. Es kommt auch auf die Wetterlage an, dann steigen auch die Kreislaufschwierigkeiten bei dem einen oder anderen Besucher“, analysiert Uhrmann.

Einer, der stets den Überblick im Getümmel behält, ist Stadtrat Harald Wolkerstorfer. Er ist auch Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Purkersdorf und sorgt gemeinsam mit seiner Mannschaft für den reibungslosen Ablauf und die Sicherheit beim Open Air. Aber nicht nur während des Events sind die Florianis für das Gelingen essenziell, sie sind auch schon während des Aufbaus für die Stadt aktiv. So werden etwa die Wassertanks, welche die große Hauptplatzbühne sturmsicher am Boden halten, immer vom Tankwagen der Feuerwehr befüllt.

„Es ist immer eine recht schöne Aufgabe, das beim Open Air zu tun“

„Es ist immer eine recht schöne Aufgabe, das beim Open Air zu tun“, sagt Harald Wolkerstorfer. Am Konzertabend selbst haben sie den Brandschutz über. „Wir koordinieren uns auch mit den Rettungskräften und dem Sicherheitspersonal, das von der Stadtgemeinde für diese Veranstaltungen extra abgestellt wird“, erklärt Wolkerstorfer.

Auch die Einsatzkräfte der Polizei sind in einer Open Air- Nacht natürlich vermehrt unterwegs und passen auf, dass während des Konzerts und natürlich auf dem anschließenden Heimweg keine unschönen Situationen entstehen und alles ruhig abläuft, so wie es sich ein jeder Konzertbesucher wünscht.

Die Stadt als Ganzes ist der Star des Abends

Besonders im Einsatz sind dieser Tage die Mitarbeiter des Bauhofes. Die Hütten für die Gastronomiebetriebe müssen am Konzertgelände am Hauptplatz aufgestellt werden. Obendrein müssen Sicherheitssperren errichtet, unzählige Werbemaßnahmen angebracht und dann gleich nach dem Konzert wieder abgebaut werden.

„Dieser Tage verlangen wir unseren Mitarbeitern und Helfern einiges ab“, ist sich Bürgermeister Stefan Steinbichler bewusst. „Aber gemeinsam ist alles machbar und ich kann mich auf die Unterstützung aller Beteiligten immer voll verlassen“ fügt er dankbar hinzu.

Voll des Lobes für den Einsatz der Freiwilligen und Mitarbeiter der Stadtgemeinde ist auch Open-Air-Organisator Niki Neunteufel. „Ohne die vielen Hände, die hier anpacken, wäre das Open Air niemals machbar. Eine so kleine Stadt wie Purkersdorf schafft das nur, wenn alle an einem Strang ziehen“, so Neunteufel. Als er vor vielen Jahren mit den Open Airs begonnen hat, war der Aufwand zwar bereits hoch, doch noch für eine Person bewältigbar.

„Durch die immer strenger werdenden Auflagen wäre das heutzutage undenkbar“, erklärt Neunteufel und fügt noch hinzu, „somit ist der ganze Stadt der Star der Open Airs.“