Kaiser Josef-Straße: Verkehr ist Anrainern zu viel . Mit einer Unterschriftenaktion will man Aufkommen der Autos verringern.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 09. September 2020 (04:00)
Viele Autofahrer nutzen die Straße als Abkürzung zwischen B1 und B44.

Ernst Jauck

Eine Unterschriftenaktion hat die Plattform Pro Purkersdorf gestartet. Sie will sich dafür einsetzen, dass das Verkehrsaufkommen in der Kaiser Josef-Straße verringert wird. Die Belästigung der Anrainer durch Lärm und Abgase habe ein unerträgliches Maß erreicht. Grund für das hohe Verkehrsaufkommen sei, dass die Straße von Autofahrern als Abkürzung zwischen B 1 und B 44 genützt wird, obwohl es eine Umfahrung gebe und die Fahrzeit gleich ist.

Konkret geht es um folgende Anliegen: Die Kaiser Josef-Straße soll nur vom Ziel- und Quellverkehr, öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Radfahrern und Anrainern befahren werden.

Tempo-Schwellen und Blumentröge sollen installiert werden, damit die vorgegebene Geschwindigkeit von 30 km/h auch eingehalten wird. Außerdem soll eine Begegnungszone zwischen Hellbrücke, unterem Hauptplatz und Post eingerichtet werden. Eine verkehrsrechtliche Überprüfung wird außerdem gefordert.

Ampelphase soll getestet werden

Stefan Steinbichler meint, dass eine weitere Überprüfung nicht zielführend sei. „Die Diskussion ist aber gut, um das Bewusstsein zu schärfen.“ Auch er fände es schön, wenn mehr Leute die Umfahrung nutzen würden und dafür weniger Verkehr in der Kaiser Josef-Straße herrschen würde. Steinbichler hat auch eine Vermutung, warum die Umfahrung wenig genutzt wird: „Die Grünphase der Ampel bei Feuerwehr und Samariterbund ist zu kurz. Das werden wir uns anschauen.“ Die Liste unterschreiben will der Bürgermeister nicht. Seiner Meinung nach würde beispielsweise die Errichtung von Schwellen nichts bringen. „Denn möglicherweise würde da kein Autobus aus Haftungsgründen mehr durchfahren.“ Grundsätzlich könne man den Leuten nicht noch mehr vorschreiben. „Ich bin ein Gegner von weiteren Verboten“, sagt Steinbichler.

Das sieht auch ÖVP-Vizebürgermeister Andreas Kirnberger, und er verweist auf die Eigenverantwortung der Menschen. „Die 30er Zone ist da.“ Die Ampelphasen durchtesten zu lassen, hält er ebenfalls für sinnvoll.