Klimawandel mit enormer Auswirkung. Vertreter indigener Völker schilderten ihr Leben und Überleben am Rio Negro in Brasilien. Das hinterließ tiefen Eindruck.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 17. Oktober 2018 (04:16)
Jaksch
Marivelton Rodrigues Barroso (l.) ist seit 2017 Präsident des Dachverbandes der indigenen Völker am Rio Negro. Er war von der Geste Felicitas Ruhms ebenso überrascht und angetan wie Renato Martelli Soares, der als Anthropologe am Programm des Rio Negro arbeitet.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in unseren Breiten deutlich erkennbar. Die Durchschnittstemperaturen erreichen jedes Jahr Höchstwerte und das setzt nicht zuletzt den Bäumen des Wienerwaldes zu. Wirklich lebensbedrohend ist das für die Menschen der Region nicht. Bei der Veranstaltung „Wienerwald trifft Regenwald“ wurden den Besuchern aber sehr wohl die Auswirkungen des Klimawandels auf das Weltklima bewusst. Und das hat sehr wohl katastrophale Auswirkungen. Davon berichteten zwei Gäste, die von indigenen Völkern aus dem Urwald Brasiliens stammen und extra anreisten, um über ihr Leben zu berichten.

Der Purkersdorfer Gemeinderat Walter Jaksch und der Umweltgemeinderat von Gablitz, Bernhard Haas, hießen als Organisatoren Marivelton Rodrigues Barroso, vom Volk der Baré und Renato Martelli Soares im Purkersdorfer Stadtsaal willkommen. Die beiden Brasilianer erzählten vom Leben im Regenwald und von der hohen Bedeutung eines stabilen Klimas vor allem in der Region um den Rio Negro (Schwarzer Fluss).

Die Erzählungen der beiden Gäste hinterließen einen großen Eindruck bei den Zusehern. Als Jaksch und Haas eine Solarleuchte übergaben, überkam es die anwesende Felicitas Ruhm. Als sie erfuhr, dass eine Leuchte etwa hundert Euro kostet, sprang sie auf, und hastete zu Barroso und Soares: „Hier, damit sie sich noch zwei weitere Lampen kaufen können.“ Die beiden waren sichtlich gerührt und ein Band vom Wienerwald aus wurde bis zum Regenwald nach Brasilien geknüpft.

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