Maßnahmen präsentiert: „B1 soll sicherer werden“. Um Wiener Straßer in Purkersdorf attraktiver zu gestalten, aber auch die Sicherheit zu erhöhen, präsentiert „Team Wiener Straße“ Maßnahmenkatalog. Darin wird etwa Einspurigkeit gefordert.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 03. März 2021 (04:21)
Roman Payer, Andreas Bintinger-Kropatschek und Thomas Happ (v. l.) setzen sich für mehr Sicherheit entlang der Wiener Straße ein. Eine Maßnahme lautet etwa durchgehend Tempo 50.
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„Durchgängige Einspurigkeit der Wiener Straße“ – das ist eine von mehreren Maßnahmen, die die Initiative „Team Wiener Straße“ für die rund 1,5 Kilometer der B 1 auf der Purkersdorfer Seite fordert. Bereits seit mehreren Jahren ist die viel befahrene Straße immer wieder ein heiß diskutiertes Thema, vor Kurzem haben sich deswegen Roman Payer, Andreas Bintinger-Kropatschek, Thomas Happ und Gottfried Hufnagel zum „Team Wiener Straße“ formiert.

„Unser Ziel ist es, die Wiener Straße sicherer zu gestalten. Für Fußgänger und Radfahrer, vor allem auch in Hinblick auf Schulkinder, ist der Weg zum Teil sehr schmal und gefährlich. Da muss sich etwas ändern“, sind sich Payer, Bintinger-Kropatschek und Happ beim NÖN-Gespräch einig. Zudem betonen sie: „Wir sind politisch unabhängig. Uns ist egal, wer es umsetzt, Hauptsache, die Wiener Straße wird sicherer.“

Sie haben deshalb einen Katalog mit zehn Maßnahmen entworfen, die die B 1 attraktiver machen und zugleich entschärfen soll. Die Äußerung, die B 1 von zwei auf einen Fahrstreifen zu reduzieren, stößt bei vielen Bürgern auf Kritik. „Viele befürchten, dass dadurch der Verkehrsfluss gestört wird. Durch Ampeln ist dies aber bereits jetzt teilweise der Fall. Außerdem werden die beiden Fahrspuren im Bereich der Wiener Stadtgrenze auf eine zusammengeführt. Es geht also rein um die etwa 1,5 Kilometer“, erklärt Happ.

Wunsch nach baulich getrenntem Fahrradweg

Damit einher geht der Wunsch nach einem baulich getrennten Fahrradweg. „Grundsätzlich ist für die Umsetzung derzeit ein guter Zeitpunkt“, meint Bintinger-Kropatschek. Dabei bezieht er sich auf die Pläne vom Land NÖ, den Ausbau der Radwege im Land zu fördern. „Das zeigt, dass wir jetzt eine gute und für die Gemeinde kostengünstige Möglichkeit haben, die Wiener Straße neu zu gestalten“, betont Happ.

Außerdem wurde die Strecke in den Ausbauplan für einen Fahrradschnellweg zwischen Pressbaum und Wien aufgenommen, wofür ebenso Förderungen ausgeschüttet werden.

Obwohl es derzeit einen Radweg am Wienfluss entlang gibt, fordert das Kernteam einen Radweg entlang der B 1. „Der Weg ist ein gemischter Rad- und Gehweg, der von allen gleichermaßen genutzt wird. Der Weg ist nicht nur stark ausgelastet, es kann auch zu gefährlichen Situationen kommen“, erklärt Payer. Der Radweg direkt an der B 1 soll als direkter Weg zu Arbeit, Schule oder Kindergarten dienen.

„Es gab schon Gespräche mit einigen Gemeindefraktionen, auf Ablehnung sind wir aber bisher bei niemandem gestoßen“

Unterstützung erhält das „Team Wiener Straße“ bereits von zahlreichen Anrainern – aber auch von der Politik. „Es gab schon Gespräche mit einigen Gemeindefraktionen, auf Ablehnung sind wir aber bisher bei niemandem gestoßen“, freut sich Happ über erste erfolgreiche Gespräche. Auch mit SPÖ-Bürgermeister Stefan Steinbichler traf sich das Kernteam kürzlich. „Ich finde es sehr positiv, dass sich hier ein Team gefunden hat, das sich des Themas Wiener Straße annimmt. Unser nächster Schritt wird nun sein, eine Machbarkeitsstudie für Radwege in Auftrag zu geben“, informiert der Stadtchef.