Mit Vollgas in den Kulturherbst. Planungen laufen schon an.Künstler, Gatronomie und Purkersdrofer erlebten Sommer der Rekorde.

Von Martin Gruber-Dorninger und Jacqueline Kacetl. Erstellt am 21. September 2016 (15:31)
NOEN, Gruber
Kulturgemeinderat Manfred Weinzinger (links) und Kulturstadtrat Christian Matzka haben einen ereignisreichen Kultursommer hinter sich.

Als vergangenen Freitag der letzte Ton in der „Bühne“ verklang und die Scheinwerfer die Bühne beleuchteten, blickten Kulturstadtrat Christian Matzka, Kulturgemeinderat Manfred Weinzinger und Bühnen-Chef Karl Takats einander zufrieden an. Das Konzert von Vito Rigoni und „Illuminati“ war der perfekte Schlusspunkt des Kultursommers – darin waren sich wirklich alle einig.

„Der ganze Aufwand hat sich gelohnt“, resümiert Christian Matzka. Das Feedback der Bevölkerung, der Gastronomie und auch der Künstler sei großartig gewesen. Von Pop über Jazz, Rock & Roll und auch leiseren Tönen, war alles mit dabei. Das Programm breit gefächert wie nie.

„Die Ausgaben für den Kultursommer machten etwa 60.000 Euro aus, doch ein Vielfaches davon ist wieder hereingekommen.“

Karl Schlögl, Bürgermeister

Höhepunkte waren dabei natürlich die beiden Open Airs mit den Auftritten von Kim Wilde und Wolfgang Ambros, der die Austro-Pop-Shootingstars Seiler & Speer als Überraschungsgäste mit im Gepäck hatte. Die Kulturreihe wurde auch kommerziell ein Erfolg, zumindest für die vielen Geschäftstreibenden. „Zu mir sind einige Gastronomen gekommen, die sich über den höheren Umsatz freuten. Manche haben sogar gesagt, dass sie noch nie so einen Umsatz gemacht hätten“, erklärt Matzinger. Die Umwegrentabilität sei im Kultursommer enorm, sagte auch Bürgermeister Karl Schlögl. „Die Ausgaben für den gesamten Kultursommer machten etwa 60.000 Euro aus, doch ein Vielfaches davon ist wieder hereingekommen“, so Schlögl.

Dies sei vor allem durch ein gutes Konzept und ein starkes Miteinander erreicht worden. „Alle in Purkersdorf haben zu einem tollen Kultursommer beigetragen. Sei es die Stadtkapelle, die Musikschule oder der serbische Integrationsverein“, will Manfred Weinzinger neben den Hauptakteuren auch den anderen Veranstaltungsorten ein großes Dankeschön aussprechen.

Besonders bewährt hat sich für die Stadtgemeinde, „Die Bühne“ in den Fokus des Kultursommers zu rücken. Für das Veranstaltungslokal eine ziemlich erfolgreiche Geschichte. „Wir sind ja die Hauptspielstätte des Kultursommers. Die Kooperation mit der Gemeinde war wahnsinnig gut“, resümiert Bühnen-Chef Karl Takats. Bei jeder Veranstaltung, die in der Bühne im Rahmen des von der Gemeinde initiierten Veranstaltungsreigens stattgefunden hat, habe man durchschnittlich rund 200 Gäste begrüßen können. Takats: „Das hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen.“ Jetzt gehe es „mit Vollgas in den Kulturherbst“, so Takats, der seinen Blick bereits wieder nach vorne richtet. Bis Weihnachten wird ein bunt gemischtes Programm für Abwechslung sorgen. Die Bandbreite der Bühne-Acts reicht von Konzerten über Lesungen bis Kabarett. Kommende Highlights sind die Auftritte des international anerkannten Musikers und Produzenten Gandalf. Nach längerer Bühnenabstinenz wird er im Rahmen seines 35-jährigen Jubiläums sein neues Werk „All Is One – One Is All“ präsentieren.

Eine musikalische Legende wird mit der Reunion der Band „Spinning Wheel“ wiederauferstehen. Aus der Coverband gingen unter anderem Drahdiwaberl und Falco hervor. Zusätzlich wird die Formation Acid rund um Sänger, Gitarrist und „Gschicht’l Drucker“ Herbert Novacek für Humor und Sixties-Flair sorgen. Und auch mit „The Making of Dada“, dem neuen Programm von Kabarettisten Alf Poier, wird das Training der Lachmuskeln nicht zu kurz kommen.

Geheimniskrämerei um Planungen für 2017

Doch nicht nur in der Bühne herrscht nach dem turbulenten Sommer wieder rege Betriebsamkeit, Kultur- Stadt- und Gemeinderat feilen bereits am nächsten Kultursommer. „Wir haben bereits Gespräche aufgenommen, können allerdings noch nichts verraten“, gibt sich Weinzinger geheimnisvoll. Jedenfalls sollen die Purkersdorfer Allstars wieder mit von der Partie sind.