Nach Wasserrohrbruch: Sanierung der Leitung beginnt. 2,7 Millionen Euro investiert die EVN in neue Wasserleitung auf B 44 in Purkersdorf und Umgebung. Bis Februar sollen erste Arbeiten dauern.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 02. Dezember 2020 (04:30)
Die B44 war zwischen Kaiser Josef-Straße und Gasthaus Staubmann überflutet. Ein Gebrechen der Hauptwasserleitung war Schuld.
Stadtgemeinde Purkersdorf

Mehrmals kam es auf der Tullnerbachstraße B 44 in Purkersdorf in den vergangenen Wochen zu Wasserrohrbrüchen. Seither werden die Gemeinden Purkersdorf, Gablitz und Mauerbach mit Wasser aus dem Brunnenfeld Palt bei Krems versorgt.

Wiener Hochquellwasser können die Haushalte erst wieder beziehen, wenn die Wasserleitung repariert beziehungsweise getauscht wurde. Das könnte bald schon wieder möglich sein, denn in den nächsten Tagen soll mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden. „Wir starten in der ersten Etappe mit dem Abschnitt von der Kaiser Josef-Straße bis zur Postsiedlung“, erklärt EVN-Sprecher Stefan Zach und fügt hinzu: „Gearbeitet wird mit dem Inline-Verfahren. Das heißt, dass eine neue Leitung in die alte eingezogen wird. Der Vorteil daran ist, dass große Grabarbeiten bei dieser Methode wegfallen.“

Mit Verkehrsbehinderungen müssen die Anrainer und Autofahrer trotz allem rechnen. Laut Zach wird es temporäre Gegenverkehrsbereiche geben, die mithilfe von Ampeln geregelt werden sollen. Umleitungen über Siedlungsstraßen sollen, wenn möglich, vermieden werden, ausschließen kann Zach das aber nicht.

In den nächsten Tagen soll der rote Abschnitt (von Kaiser Josef-Straße bis Postsiedlung) saniert werden. Im Februar sollen die Arbeiten aus heutiger Sicht abgeschlossen sein.
EVN

Bis Februar sollen die Arbeiten am ersten Abschnitt abgeschlossen sein, dann können die Haushalte in Purkersdorf, Gablitz und Mauerbach wieder Wiener Hochquellwasser beziehen. Mit der Sanierung des zweiten Abschnitts, von der Postsiedlung bis hin zum Wienerwaldsee wird 2022 begonnen.

2,7 Millionen Euro werden investiert

Insgesamt investiert die EVN 2,7 Millionen Euro in die Sanierung der rund 4,5 Kilometer langen Wasserleitung. Die Stadtgemeinde kommt für keine Kosten auf.

Seit einem Gebrechen bei dem Hochquellbehälter Hainbuch Anfang November wird das Wasser außerdem chloriert (die NÖN berichtete). „Solch eine Schutzchlorierung erfolgt grundsätzlich immer, wenn Erdarbeiten durchgeführt werden, sprich, wenn Leitungen saniert und Teile getauscht werden“, erklärt der EVN-Sprecher. Damit soll verhindert werden, dass sich Keime im Trinkwasser ausbreiten können. Das Wasser sei aber nach wie vor bedenkenlos genießbar.