Postkutsche wird aktiviert: Museumstag feiert Jubiläum. Die beliebte Veranstaltung, bei der die Pferde vorgespannt werden, feiert heuer das zehnjährige Jubiläum.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 04. Oktober 2019 (14:10)
Stadtgemeinde Purkerdorf

Schon zum zehnten Mal findet heuer der Museumsnachmittag bei freiem Eintritt statt. Am Samstag, 5. Oktober, von 14 bis 18 Uhr können die Besucher das Purkersdorfer Stadtmuseum besichtigen und als Highlight mit der denkmalgeschützen Postkutsche mitfahren. Ins Leben gerufen hat diese Veranstaltung damals Christian Matzka in seiner Funktion als Kultur-Stadtrat. „Nachdem die Kutsche einige Jahre lang restauriert wurde, sollte sie sichtbarer sein“, erzählt Matzka von seiner Idee.

Update: Postkutsche fährt doch nicht

Die Postkutsche wird heute am Nachmittag nicht fahren. Grund dafür ist das schlechte Wetter, wie der Initiator des Museumstages Christian Matzka mitteilt. Diese Witterungsbedingungen seien nicht gut für die Pferde.

„So schlechtes Wetter hatten wir in den vergangenen zehn Jahren noch nie. Heuer muss die Kutsche erstmals im Museum bleiben“, berichtet Matzka. Das Museum kann aber trotzdem besichtigt werden.

„Mit der Postkutsche sind wir die drei Kilometer mit fünf km/h raufgefahren. Eine dreiviertel Stunde haben wir auf der Bundesstraße gebraucht.“ Christian Matzka

Zu sehen ist die Postkutsche in der Garage im Schlosspark und einmal im Jahr wird sie in Betrieb genommen. Dafür werden Noriker-Pferde vor das Gefährt gespannt. „Bis zu 250 Besucher lassen sich eine Fahrt mit der Kutsche nicht entgehen. Das wissen wir, weil Zählkarten ausgegeben werden, um ein Chaos zu vermeiden“, informiert Matzka. Besonders gern erinnert er sich an den Museumstag im Jahr 2013 zurück. „Damals haben wir Sonderpostmarken gestaltet, die dann in Gablitz beim Postpartner mit dem Poststempel versehen wurden. Mit der Postkutsche sind wir die drei Kilometer mit fünf km/h raufgefahren. Eine dreiviertel Stunde haben wir auf der Bundesstraße gebraucht. Das war ein Ereignis“, schmunzelt Matzka.

Kutsche wurde von der Bahn abgelöst

Die Kutsche ist übrigens seit 1963 im Eigentum der Stadtgemeinde. Sie wurde in Sieghartskirchen gefunden und der Stadtgemeinde geschenkt. Gekostet hat sie damals 6.000 Schilling, die Restaurierung schlug sich allerdings mit 70.000 Euro zu Buche. Im Einsatz war die Kutsche von Sieghartskirchen nach Wien bis zum heutigen technischen Museum. „Ab zirka 1900 wurde sie dann von der Bahn abgelöst“, erklärt Matzka. Dann seien auch schon erste Busse gefahren. Übrigens – einen Retroautobus kann man am Museumstag auch bewundern.