Städte bekommen eigene Impfstraße. In Purkersdorf werden 1.000 Impfdosen im Stadtsaal, in Pressbaum 2.000 in der Volksschule verimpft.

Von Nadja Büchler und Melanie Baumgartner. Erstellt am 18. März 2021 (04:28)
In der Pressbaumer Volksschule wird eine der drei Teststraßen zur Impfstraße umfunktioniert.
Schmidl-Haberleitner, Schmidl-Haberleitner

Seit Montag werden in der Gablitzer Glashalle bereits Covid-Impfungen durchgeführt. Nun soll auch in Purkersdorf getestet werden. Das Rote Kreuz installiert in Kooperation mit der Stadtgemeinde Purkersdorf im Stadtsaal eine Impfstraße. Geimpft wird kommendes Wochenende, 20. und 21. März. Dafür freigeschalten werden in erster Linie Hochrisikopatienten, eine Anmeldung ist wie gewohnt über www.impfung.at notwendig. „Wir haben ein Kontingent von 1.000 Impfdosen“, informiert Wolfgang Uhrmann, Bezirksstellenleiter Rotes Kreuz Purkersdorf-Gablitz. „In erster Linie werden alle Hochrisikopatienten geimpft. Falls sich keine 1.000 finden, werden die Slots gemäß nach Impfplan weiter vergeben“, erkärt Uhrmann weiter.

„Wir sind gut vorbereitet“

Nach aktuellem Stand soll in Purkersdorf der Biontech/Pfizer-Impfstoff verimpft werden.

Probleme, geeignetes medizinisches Personal zu finden, gibt es nicht. „Wir arbeiten mit eigenen ehrenamtlichen Mitarbeitern des Roten Kreuzes. Wir sind gut vorbereitet, jeder kann sich darauf verlassen, dass alles sauber, ordentlich und exaktest umgesetzt wird“, betont der Bezirksstellenleiter.

Bürgermeister Stefan Steinbichler zeigt sich über die Möglichkeit einer Impfstraße direkt in der Stadtgemeinde begeistert. „Jede Impfstraße mehr ist gut. Ich sehe es als meine Pflicht als Bürgermeister, da mit anzupacken und so einen Beitrag für die gesamte Bevölkerung zu leisten.“ Er sieht die Impfstraße als positive Ergänzung zu jener der Kleinregion „Wir 5 im Wienerwald“ in Gablitz.

Pressbaum impft in der Volksschule

Am Montag, 22. März, geht die Impfstraße im Turnsaal der Volksschule Pressbaum erstmals in Betrieb. Verimpft wird das Vakzin von Moderna. Mit den 2.000 zur Verfügung stehenden Impfdosen können 1.000 Personen mit beiden Teilimpfungen versorgt werden. Zielgruppe sind zur Zeit die über 80-jährigen. Anmeldungen zur Impfung sind ausschließlich über die Seite www.impfung.at möglich. Termine und Ort werden vom Land zugeteilt. Analog zur Testung stehen die Impfstraßen allen Niederösterreichern zur Verfügung. An der Umsetzung sind das Rote Kreuz, der Zivilschutzverband, medizinisches Personal, die Gemeindeverwaltung, politische Vertreter und freiwillige Helfer beteiligt. „Wir suchen immer wieder Helfer für unsere Test- und Impfstraße. Interessierte Personen sollen sich bitte am Gemeindeamt melden“, zeigt sich Bürgermeister Schmidl-Haberleitner hoffnungsvoll. In den Kalenderwochen 12, 14, 16 und 18 ist die Impfstraße am Montag, Mittwoch und Freitag von 17 Uhr bis 20 Uhr, sowie am Samstag von 9 bis 13 Uhr geöffnet. In diesem Zeitraum können beide Teilimpfungen verabreicht werden.