Purkersdorf

Erstellt am 04. März 2017, 05:01

von Martin Gruber-Dorninger

Risiko zu hoch: Bäume gefällt. In den letzten vier Jahren kam es insgesamt zu fünf Schadensfällen. Kranke Esche macht den Förstern große Sorgen.

Derzeit bietet sich bei der Ortseinfahrt von Wien nach Purkersdorf ein recht tristes Bild. Viele Bäume wurden gefällt.  |  NOEN, Trenker

Fährt man mit dem Auto von Wien auf der Wienerstraße Richtung Purkersdorf, dann schreckt die Seele des Naturliebhabers plötzlich auf: Der Wald ist plötzlich weg. Dies veranlasste auch den einen oder anderen Anrainer, Beschwerde bei der Stadtgemeinde einzubringen. Doch umsonst, der Wald gehört weder in das Verwaltungsgebiet von Purkersdorf noch geschieht diese Abholzung grundlos.

„Die Stadtgemeinde Purkersdorf ist auf diesem Gebiet nicht zuständig. Der Wald gehört der Stadt Wien“, erklärt Purkersdorfs Bürgermeister Karl Schlögl. „Das Risiko, dass ein Baum plötzlich umfällt und Schaden anrichtet, ist derzeit sehr hoch“, erklärt der Förster der Stadt Wien, David Jandl, gegenüber der NÖN.

Wie bereits berichtet, leiden viele Eschen am Befall durch einen Pilz, der zunächst das Wurzelwerk angreift. „Die Bäume mögen auf den ersten Blick gesund aussehen, sie sind es aber nicht. Wir haben bei den Eschen ein großes Problem. Es sind fast alle befallen“, ist Jandl betrübt.

Blattwerk mit Aussicht auf Verbesserung

Das Gebiet in dem nun diese Baumfällungen durchgeführt wurden, ist ein sehr prekäres. „In den letzten vier Jahren hatten wir hier fünf Schadensfälle“, so Jandl. Nun wurde der Förster von den unmittelbaren Anrainern gebeten zu handeln. „Auch für die Wanderer entsteht hier ein gewisses Risiko. Dem wollten wir vorbeugen“, erklärt Jandl.

Der Schaden sehe außerdem derzeit so wild aus, da noch kein Blattwerk vorhanden sei. „In ein paar Wochen sollte sich die Optik wieder ein bisschen verbessern“, macht Jandl Hoffnung.