Rudi Dolezal spricht über neuen "Queen"-Film. Rudi Dolezal war lange engster Vertrauter von „Queen“ und spricht über neuen Film.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 01. November 2018 (11:28)
privat
Rudi Dolezal wurde zur Weltpremiere des Films „Bohemian Rhapsody“ eingeladen.

Seit der Idee zu dem Film und der Premiere in den Kinos sind ungefähr acht Jahre vergangen. Der Purkersdorfer Regisseur und Produzent Rudi Dolezal hält „Bohemian Rhapsody“ trotz der vielen Jahre für ein gelungenes Werk. „Für Menschen, die Freddie Mercury nie kennengelernt und auch nie auf der Bühne erlebt haben, ist es eine gute Möglichkeit, eine Ahnung zu bekommen, wer Freddie war“, erzählte Dolezal bei einem ORF-Interview im Rahmen des Kulturmontag.

Trenker
Lillian Moschen führte das Interview für den Kulturmontag, das von Gustl Gschwantner gefilmt wurde.

Der Film erzählt die Geschichte bis zu dem legendären Auftritt der Band „Queen“ bei „Live Aid“ im Jahr 1985.

„Eigentlich ist es fast unmöglich, Freddie darzustellen“, sagt Dolezal, der über Jahre hinweg zu den engeren Vertrauten von Mercury zählte. Über 20 Jahre lang war er nämlich einer der „Leibfilmer“ von „Queen“. Mit „The Untold Story“ erhielt der Produzent sogar auch einen Grammy, einer der wichtigsten Preise der Musikszene überhaupt.

Der Film basiert zudem auch zum Teil auf Erlebnissen, die Rudi Dolezal mit Mercury und der Gruppe hatte. Vor allem hat Dolezal das Humorvolle vermisst, das den Queen-Frontman immer begleitet hat.

„Besonders eine Facette war sehr schwierig darzustellen. Freddie hatte ein ganzes Wembley-Stadion in der Hand, wenn er von der Bühne runter ging war er aber wie ein scheues Reh“, so Dolezal über die komplexe Persönlichkeit des Sängers.

Trotzdem streut er sämtlichen Darstellern des Films Rosen. „Es ist so, als hörte ich Freddie Mercury, Brian May und Roger Taylor persönlich sprechen“, sagt Dolezal über die Darsteller Rami Malek (Mercury), Gwilym Lee (May) und Ben Hardy (Taylor).