Stadtrat Josef Baum will Grundstücksverkauf verhindern. Purkersdorf: Fläche mit 300 Quadratmetern soll an Bauträgergesellschaft veräußert werden. Stadtrat Josef Baum will das verhindern.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 19. Juni 2020 (04:17)
Der Weg wird von Radfahrern gerne genutzt.
privat/Josef Baum

„Man muss nicht jedes ‚Futzerl‘ Land verwerten“, ist Stadtrat Josef Baum (Liste Baum und Grüne) überzeugt. Er informiert, dass die Stadtgemeinde vorhat, 300 Quadratmeter von einem öffentlichen Grundstück mit einem Weg an eine „konzerneigene Projektgesellschaft“ zu verkaufen. „Offenbar damit das angrenzende Grundstück maximal verbaut werden kann“, teilt Baum mit. Das Grundstück der Gemeinde gehe von der Wienerstraße zum Wienfluss zwischen Pragergasse und Sanatorium samt kleinem Graben.

„Der Weg wird von Radfahrern und Fußgängern genutzt, die möglichst wenig auf der B 1 fahren wollen“, informiert Baum. Der Verkauf der „Gstettn“ sei keine gute Idee, da diese als ökologische Verbindungsfläche einen Wert an sich habe, der sich vor allem aus dem angrenzenden Wienfluss ergeben würde.

Weg soll nicht verkauft werden

SPÖ-Bürgermeister Stefan Steinbichler betont, dass der Weg für die Radfahrer im Eigentum der Stadtgemeinde bleiben werde und lediglich das nicht begehbare Grundstück verkauft werde. „Damit fängt niemand etwas an. Die Pflege kostet der Stadtgemeinde viel Geld“, so Steinbichler. Das Grundstück hat eine Fläche von 300 Quadratmetern. Geht es nach dem Bürgermeister, dann soll es um 250 bis 330 Euro pro Quadratmeter verkauft werden, und zwar an jene Bauträgergesellschaft, die bereits zwei Grundstücke in unmittelbarer Nähe besitzt. „Dort werden nach der Bausperre Wohnungen entstehen. Ich habe eine Grobskizze gesehen. Auf dem Grundstück ist ein Spielplatz geplant“, weiß der Bürgermeister. ÖVP-Vizebürgermeister Andreas Kirnberger ergänzt, dass derzeit Preise erhoben werden. Erst nach der Evaluierung könne eine Entscheidung getroffen werden. Näheres soll in Stadtrat- und Gemeinderatssitzung besprochen werden.