Purkersdorf

Erstellt am 21. Januar 2017, 10:20

von Maria Prchal

Treffpunkt für Groß und Klein. Über 6.461 Besuche darf sich das Eltern-Kind-Zentrum seit seiner Eröffnung freuen. Und das Interesse wird immer größer.

Leiterin des Eltern-Kind-Zentrums Barbara Hlavka-de Martin (ganz links hinten) mit Rudi Savic, Herbert Schwarz, Karl Schlögl und Susi Bollauf bei der Eltern-Kind-Jause (hinten v. l.).  |  NOEN, Trenker

„Es gab in Purkersdorf viele Kinder, viele Eltern mit vielen Fragen. Aber keine Einrichtung, die die Familien zusammengebracht hätte“, erklärt Leiterin Barbara Hlavka-de Martin, wie es zur Gründung des Eltern-Kind-Zentrums Purkersdorf gekommen ist. Seit zehn Jahren treffen sich groß und klein zum Austausch und um gemeinsam aktiv zu sein.

Jeweils Montag, von 15 bis 17 Uhr, Donnerstag, 14.30 bis 17 Uhr und Freitag, von 9 bis 12 Uhr kann man die kostenlose Spielegruppe besuchen. Aber auch gemeinsame Kochworkshops oder Tauschbörsen stehen auf dem Programm für Kinder von null bis drei Jahren.

Dazu erscheinen jedes Mal bis zu zwanzig Kinder, wie sich aus einer jetzt herausgegebenen Statistik des Eltern-Kind-Zentrums herauslesen lässt. So haben seit 2010 ganze 6.461 Menschen an Veranstaltungen teilgenommen.

Schon von Anfang ist das Angebot gut angekommen: „Wir sind langsam gewachsen, aber stetig. Uns war immer wichtig hinzuhören, was die Leute brauchen und das Programm darauf abzustimmen“, so Hlavka-de Martin. War sie am Anfang noch alleine, zählt das Team mittlerweile neun Mitglieder. Das Team zu vergrößern war für Hlavka-de Martin einer der wichtigsten Schritte. „Wir arbeiten sehr gut zusammen. Wir wissen, wie man den Leuten zuhört und zwischen den Zeilen Dinge mitbekommt“, so die Leiterin. Ein weiterer Meilenstein war der Umzug vom AHS-Provisorium ins Volkshaus in der Herrengasse: „Das war wirklich nötig und gut. Ein Traum ist natürlich immer noch ein eigener Raum.“

Kinder mit allen Hintergründen dabei

Vorbeischauen kann jeder immer und ohne Voranmeldung. Kein Wunder, dass neben den „Stammgästen“ auch immer wieder neue Eltern und Kinder kommen. Besonders beliebt sind die Wandertage sowie die Kochworkshops. Hlavka-de Martin erzählt: „Dabei geht es immer darum, wie ich gesund, frisch und lecker koche. Es wird mit den Kindern gekocht und danach zusammen gegessen.“

Das Eltern-Kind-Zentrum hat laut der Leiterin zu einer stärkeren Gemeinschaft in Purkersdorf beigetragen. Etwa fanden Mütter aus der Ukraine oder Russland dort ihren ersten Anhaltspunkt im Gemeindeleben, und auch Kinder mit Trisomie 21 erfuhren gelebte Integration.

Für die nächsten Jahre wünscht sich Hlavka-de Martin weiter so reges Interesse und fixe Etablierung und meint: „Ich hoffe, dass ich auch sozial schwächere Familien in Zukunft besser erreichen kann.“

Für Bürgermeister Karl Schlögl ist das Eltern-Kind-Zentrum eine tolle Einrichtung: „Das Zentrum ist aus der Kinderbetreuung in Purkersdorf nicht mehr wegzudenken.“