Park & Ride: Stadt gegen eine Riesen-Anlage. U4-Verlängerung könnte Purkersdorf zum Parkplatz Wiens machen. Bahnhofs-Umbau-Pläne liegen auf Eis.

Erstellt am 21. September 2016 (05:08)
NOEN, Gruber-Dorninger
Für Vizebürgermeister Christian Matzka, Bürgermeister Karl Schlögl und Stadtrat Viktor Weinzinger (v.l.) heißt es noch warten auf die Bahnhofs-Renovierung.

Eine U4-Verlängerung bis nach Purkersdorf wird nun tatsächlich ins Auge gefasst. Dies würde auch Park & Ride-Anlagen an der Wiener Westeinfahrt bedingen. Hietzings Bezirksvorsteher-Stellvertreter Christian Gerzabek schweben sogar insgesamt 5.000 Stellplätze im Bereich des Bahnhofs Unter Purkersdorfs und Weidlingau beim Auhofcenter vor. Eine derartige Monstergarage ist für Bürgermeister Karl Schlögl aber inakzeptabel.

„Seitens der ÖBB gibt es keine Planungen dazu. Es hat auch weder Gespräche zum Thema Park&Ride in Purkersdorf gegeben, noch sind die ÖBB in irgendwelche Pläne oder Vorhaben involviert“, bestätigt ÖBB-Sprecher Christopher Seif auf NÖN-Anfrage.

„Im Gegensatz zur Verlängerung der U-Bahn ist eine Verbesserung des Bahnverkehrs sofort umsetzbar.“

Christiane Maringer, Stadträtin Purkersdorf

Purkersdorfs Verkehrsstadträtin Christiane Maringer von der Liste Baum & Grüne fordert die sofortige Verstärkung der S-Bahn für das gesamte Siedlungsgebiet Purkersdorfs: „Im Gegensatz zur Verlängerung der
U-Bahn ist eine Verbesserung des Bahnverkehrs sofort umsetzbar – mit deutlich geringeren Kosten und wesentlich besseren ökologischen und verkehrspolitischen Effekten.“

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der Purkersdorfer NÖN.