3G am Arbeitsplatz: Organisation als Herausforderung

Viele Mitarbeiter in Betrieben der Region Purkersdorf sind bereits geimpft. In großen Unternehmen stellte 3G-Regel aber organisatorische Herausforderung dar.

Erstellt am 10. November 2021 | 05:19
440_0008_8227160_pur45_darueber.jpg
Geschäftsführerin Jacqueline Smutka mit ihrer Mutter Birgit Breitenlacher von der Buchprinzessin Nina beschäftigen eine Mitarbeiterin und eine Praktikantin im Betrieb.
Foto: Büchler

In Österreich gilt seit Allerheiligen die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Wer Kontakt zu anderen Personen hat, muss einen Impf-, Genesungs- oder Testnachweis mit sich führen. Die NÖN hat sich in Betrieben der Region umgehört, wie sich die 3G-Regel umsetzen lässt.

In der Raiffeisenbank Wienerwald ist ein Großteil der Mitarbeiter bereits vollimmunisiert. „Die wenigen Ungeimpften gehen den gesetzlichen Vorschriften entsprechend regelmäßig testen“, informiert Andrea Felber von der Raiffeisen. Die Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden habe bereits seit Beginn der Pandemie höchste Priorität und dementsprechend werden die Maßnahmen auch flächendeckend umgesetzt.

Durchgängige Kontrolle durch Führungskraft

Bei den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) gab es bereits vor Einführung der 3G-Regel unternehmensinterne Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung. Diese wurden mit eigenen Betriebsvereinbarungen in der Unternehmensleitung und in den Forstbetrieben in ganz Österreich geregelt, erklärt Unternehmenssprecherin Andrea Kaltenegger. Zudem gibt es im Unternehmen einen Covid-Beauftragten.

Die nun per Verordnung festgelegte 3G-Regel werde flächendeckend kontrolliert: „Es gibt eine durchgängige Kontrolle des 3G-Status bzw. ab 15. November des 2,5G-Status – die Führungskraft ist dafür verantwortlich. Externe Personen müssen sich im Eingangsbereich registrieren und einen 3G- bzw. 2,5G-Nachweis erbringen“, so Kaltenegger.

Eine Herausforderung war die Einführung der organisatorischen Abläufe sowie die Gestaltung der Dokumentation für die Nachweise im Sinne des Datenschutzgesetzes. Denn die Bundesforste besitzen nicht nur einen Standort, sondern eine Unternehmensleitung und 14 Betriebe in den Regionen. Reisetätigkeiten versuche man zu vermeiden.

„Grundsätzlich werden die Mitarbeiter angehalten, so wenig Dienstreisen wie möglich zu absolvieren. Wenn es sich nicht vermeiden lässt , dann zusätzlich mit FFP2 -Mund-Nasenschutz, etwa bei gemeinsamen Dienstfahrten“, so Kaltenegger.

Zufrieden ist man mit der Vorgehensweise im Betriebsrat: „Das Unternehmen und der Betriebsrat gehen bei der Umsetzung der 3G- bzw. 2,5G-Regel eng abgestimmt und im vollen Einvernehmen mit der Betriebsführung vor. Die Gesundheit der Mitarbeiter hat oberste Priorität“, so Andreas Freistetter, stellvertretender Vorsitzender des ÖBf-Zentralbetriebsrates.

Im Geschäft „Buchprinzessin Nina“ in Pressbaum sind alle Mitarbeiter geimpft. Zusätzlich lassen sich aber alle regelmäßig testen, erzählt Geschäftsführerin Jacqueline Smutka im NÖN-Gespräch. Im Kassenbereich trennt eine Plexiglasscheibe Mitarbeiter und Kunden.

Umfrage beendet

  • Seid ihr mit dem PCR-Testangebot in eurer Region zufrieden?