Begräbnisse werden vermehrt gefilmt. Region Purkersdorf: Bestatter registrieren vermehrt Feuerbestattungen. Dies hänge aber nicht mit Corona zusammen. Nachfrage nach Filmen steigt.

Von Melanie Baumgartner und Kristina Veraszto. Erstellt am 28. Oktober 2020 (03:27)
Zu Allerseelen gedenken die Menschen ihrer Verstorbenen - heuer wohl im kleinstmöglichen Rahmen.
Gleiss

Als die Teilnehmeranzahl für Begräbnisse stark eingeschränkt war, entschieden sich viele Menschen für eine Feuerbestattung. Die Urne wurde aufbewahrt und das eigentliche Begräbnis später nachgeholt.

Auch Bestatterin Katharina Strack-Dewanger bemerkt, dass sich immer mehr Menschen für eine Einäscherung ihrer Verstorbenen entscheiden. Dies sei aber bei ihr nicht auf Corona zurückzuführen. Während des Lockdowns hätte es eine Familie gegeben, die das Begräbnis nachgeholt hat. „Die Person ist im März verstorben. Die Traufeier wurde im Juli gemacht“, erzählt Strack-Dewanger.

Bestatter Heini Altbart beobachtet, dass vom traditionellen Erdbegräbnis bis hin zur Verbrennung eigentlich alles dabei ist. Als Zusatz gibt es bei der Kremierung, dass die Angehörigen die Urne mit nach Hause nehmen können.

„Auch die Natur- und Waldbestattung wird immer wieder genommen, aber grundsätzlich hält sich das die Waage“, sagt Altbart. Ansonsten hätte sich nichts verändert: „Es gibt – verglichen mit vor Corona – weder mehr, noch weniger Todesfälle. Außerdem gibt es viel mehr andere Sterbefälle als Corona-Verstorbene“, so Altbart. Auch die Arbeitsweise sei gleichgeblieben: „Wir haben jetzt die gleichen hygienischen Maßnahmen wie etwa bei einem Verstorbenen, der mit Hepatitis infiziert war“, erzählt Altbart. Bei Bestatterin Katharina Strack-Dewanger hingegen gab es Änderungen. Immer wieder erhielt sie Anfragen, ob das Begräbnis nicht gefilmt werden könnte. „Damit die Angehörigen im Ausland dabei sein können“, erzählt die Bestatterin. Bei persönlichen Beratungen bittet sie ihre Kunden, maximal zu dritt zu kommen, damit nicht zu viele Leute im Büro sind – und die Angehörigen zeigen Verständnis. „Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Strack-Dewanger.

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