Bühnenwirtshäuser in der Region: Eine Erfolgsgeschichte. Kunst und Kulinarik lassen sich gut verbinden. Das beweisen die Bühnenwirtshäuser.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 21. September 2017 (05:02)
NOEN, Regine Spielvogel
Ilona Eggl (2. v. l.), Roland Mayer (M.) und Marina Scheutz-Tatic durften kürzlich „maschek“ begrüßen.

Die Kulturinitiative „Vereinsmeierei“ bringt schon seit längerer Zeit ein buntes Kulturprogramm in das Pressbaumer Gemeindegebiet. Gemeinsam mit dem Gasthaus Mayer ist der Kulturverein Mitglied bei dem Verein Bühnenwirtshäuser Niederösterreich.

„Nach dem Umbau des historischen Saals im Gasthaus Mayer haben wir festgestellt, dass sich der Saal ideal eignet. Kultur und Kulinarik sind dabei eine gute Verbindung“, erzählt Obfrau Ilona Eggl.

Erfolgreiche Kooperation läuft seit 2012

Wirt Roland Mayer kann sich noch genau erinnern, wie die Kooperation, die offiziell 2012 begann, damals entstanden ist. „Der Pressbaumer Walter Moric hat bei einem Ball ein Stelzen-Essen bei mir gewonnen. Er hat auch Wilfried Scheutz und Marina Scheutz-Tatic dazu eingeladen“, erinnert sich Mayer.

Damals war der Saal noch eine Baustelle. „Ich habe Wilfried und Marina die Baustelle gezeigt und sie gefragt, ob sie Interesse hätten hier Veranstaltungen zu machen“, so Mayer. Marina Scheutz-Tatic hat dann maßgeblich dazu beigetragen, dass der Saal heute so aussieht.

Auch an ein Kuriosum kann sich Mayer noch erinnern. Im Saal gibt es alte Fenster, die er eigentlich entsorgen wollte. „Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns erst näher kennengelernt und sie haben mich eher noch mit vornehmer Zurückhaltung davon abgehalten. Ein Jahr später wäre die Reaktion wahrscheinlich in einem anderen Ton erklungen“, lacht Mayer.

Erstes Bühnenwirtshaus vor 25 Jahren

Vor 25 Jahren wurde das erste Bühnenwirtshaus in Gutenbrunn gegründet. Das Konzept, Kultur mit Kulinarik zu verbinden fand im gesamten Bundesland großen Anklang und somit gibt es mittlerweile 13 Initiativen.

Der Grundgedanke hinter der Initiative ist, um ein kulturelles Programm zu genießen, kann man im Ort bleiben und muss nicht in die Stadt fahren. Einmal im Jahr gibt es für alle Lokalitäten ein besonderes Fest. Am 23. September laden die Bühnenwirtshäuser Niederösterreich zu ihrem 8. Welttag ein. 13 Bühnenwirtshäuser in allen Teilen des Landes bieten dabei künstlerische und kulinarische Highlights.

Größen der Kleinkunst und auch Newcomer in der Szene sind an einem Abend in ganz Niederösterreich zu erleben: Hier trifft Ska auf Polka, Tango auf Folk, Pop auf Blues, Jazz auf Rock - der Welttag der Bühnenwirtshäuser präsentiert eine enorme musikalische Bandbreite.

„Ich habe Wilfried und Marina die Baustelle gezeigt und sie gefragt, ob sie Interesse hätten hier Veranstaltungen zu machen.“ Roland Mayer

Die Künstler sind in den Bühnenwirtshäusern hautnah zu erleben, die Wirte steuern ihre kulinarischen Schmankerl bei. Kultur auf höchstem Niveau, und das gleich ums Eck – dieses Angebot schätzen die Besucher das ganze Jahr über. Die Zahlen bestätigen den Erfolg, denn im Jahr besuchen rund 50.000 Menschen die Veranstaltungen der Bühnenwirtshäuser.

Für Edda Mayer-Welley, Obfrau der Bühnenwirtshäuser Niederösterreich, ist der Welttag ein Highlight: „Wir bieten an diesem Abend in unseren Bühnenwirtshäusern ein dichtes künstlerisches und kulinarisches Programm und präsentieren Musik und Kabarett vom Feinsten.“

In der „vereinsMAYERbühne“ in Rekawinkel stellen die „Musikkanten“ ab 20 Uhr ihr neues Programm vor.

„Ein Abend im Hotel Lawies“ war der Vorgänger“. Nun wird mit „G‘schichteln aus dem Wienerwald“ etwas Neues erzählt.