Bundesforste AG: Eine Erfolgsstory wird 20 Jahre alt. Die Region Purkersdorf feiert mit einem seiner wichtigsten Unternehmen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 08. September 2017 (05:51)
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Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien, an seinemArbeitsplatz – dem Wienerwald.

Kommenden Montag feiern die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) 20 Jahre Aktiengesellschaft im Rahmen eines großen Festaktes im Schloss Eckartsau, inmitten des Nationalparks Donauauen. Da die Zentrale des Unternehmens seit 2002 in Purkersdorf beheimatet ist, feiert auch die Region mit.

Kaum ein Gebäude dominiert das Antlitz Purkersdorfs dermaßen wie jene der ÖBf. Zum einen der Unternehmenssitz selbst in der Pummergasse, zum anderen das Schloss, das bereits 1500 von Maximilian I. als kaiserliches Waldamt eingerichtet wurde (mehr dazu in den Geschichte(n) aus dem Wienerwald auf Seite 9). Im Schloss sind heutzutage das Bezirksgericht, eine Gemeinschaftspraxis sowie Wohnungen und Büros beheimatet.

„Wir sind gern in Purkersdorf und fühlen uns sehr wohl hier.“ Georg Schöppl, Vorstand der Österreichischen Bundesforste

Doch nicht nur das Aussehen der Stadt wird von den Bundesforsten geprägt, das Unternehmen ist auch ein wichtiger Arbeitgeber für die Region. Am Unternehmenssitz ist die Leitung mit sämtlichen unternehmensweiten Bereichen von den Vorständen bis zu diversen Stabsstellen untergebracht. Auch der Forstbetrieb Wienerwald befindet sich im selben Gebäude. Die Errichtungskosten lagen damals bei 8,5 Millionen Euro, die verbaute Fläche beträgt rund 1.000 Quadratmeter.

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Der Eingang in das frisch renovierte Wasserschloss, in dem bereits 1500 Maximilian I. das kaiserliche Waldamt installierte.

„Wir sind gern in Purkersdorf und fühlen uns sehr wohl hier“, bekräftigt Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien, gegenüber der NÖN.
Die Stadtgemeinde begrüßte die Ansiedelung des Bundesunternehmens ebenfalls sehr. Durch die unmittelbare Nähe zur Bahn ist eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gegeben. Außerdem kehrten die Bundesforste mit dem Standort aus der Stadt in den Wald zurück und rückten wieder in die Nähe ihres Kerngeschäfts – der Forstwirtschaft.

AG brachte neue Möglichkeiten

Doch was wird nun gefeiert? 1997 wurden die Bundesforste aus der öffentlichen Verwaltung ausgegliedert und als Unternehmen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft neu gegründet. Ziel der Ausgliederung war die Schaffung besserer rechtlicher Rahmenbedingungen. Dabei blieb das Unternehmen stets zu hundert Prozent im Eigentum der Republik Österreich. Die Anteile werden auch heute noch zur Gänze vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft verwaltet.

„Ein Teil der Erfolgsgeschichte der ÖBf ist auch die Entwicklung neuer, nicht-forstlicher Geschäftsfelder wie etwa der Bereich Immobilien“, führt Schöppl aus. Zu diesen Erfolgsbeispielen gehören laut Georg Schöppl auch der Unternehmenssitz und das Schloss Purkersdorf, das erst unlängst von den Bundesforsten generalsaniert wurde. „In Summe wurden rund 1,4 Millionen Euro in die Sanierung investiert“, so Schöppl.