Der ganze Stolz der Feuerwehr. Zwei Fahrzeuge in Rekawinkel haben schwarze Taferl und stehen trotzdem noch voll im Einsatz.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 07. August 2019 (03:11)
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Christian und Manfred Kettele sitzen links im Opel. Kommandant Christopher Kerschbaum und Franz Kettele im Dodge. Trenker

Ein Dodge und ein Opel bereichern seit Jahrzehnten den Fuhrpark der Rekawinkler Feuerwehr. Sie wurden damals angemeldet, als es noch schwarze Taferl gab. Noch immer hängen die Feuerwehrmitglieder an den beiden Fahrzeugen, und sind stolz, eine der wenigen Feuerwehren zu sein, die noch solche Flitzer besitzen.

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Die Mannschaft der Feuerwehr Rekawinkel mit ihrem Dodge in Sportgastein.

„Seit 1947 gehört er zu uns“, erzählt Franz Kettele. Bis 1996 war das Rüstfahrzeug auch noch im Einsatz. Heute wird der Dodge nur noch für Ausfahrten genutzt. Ein Motorschaden bedarf aber einer kleinen Reparatur. Was aber nicht so einfach ist, wie es sich im ersten Moment anhört. „Diese Motoren sind eine eigene Wissenschaft“, lässt Kettele wissen. Nach der Reparatur wurde der Oldtimer dann auch ausgeführt. „In Purkersdorf war damals ein Fest bei der Feuerwehr. Da haben wir alle überrascht mit unserem Dodge“, erinnert sich Kommandant Christopher Kerschbaum.

Gebaut wurde der Dodge im Jahr 1942. „Diese Fahrzeuge waren während des Krieges als Militärfahrzeuge im Einsatz. Danach wurden sie in Europa zurückgelassen“, gibt Kettele Einblick in die Geschichte. Für die Rekawinkler war es dann im Jahr 1947 das erste motorisierte Einsatzfahrzeug.

Der Opel Blitz, ein „TLF 1000“, war dann im Jahr 1977 der erste moderne Tankwagen der Feuerwehr. Ursprünglich war seine erste Heimat aber die Feuerwehr Pressbaum, die das Einsatzfahrzeug im Jahr 1964 im Rahmen der Markterhebung erhielt.

Zweckmäßiges und gutes Fahrzeug

Der Opel ist heute noch im Einsatz. „Er wurde zwei Mal komplett restauriert“, sagt Kettele. Das TLF ist voll ausgestattet und war viel für die Wasserversorgung im Einsatz. „Es ist noch immer ein zweckmäßiges und gutes Fahrzeug“, sagt Kettele.

Der Stolz der Feuerwehr wird auch regelmäßig präsentiert. „Zwei bis drei Mal im Jahr fahren wir zu Treffen mit anderen Oldtimern“, erzählt Kettele. Sein größtes Erlebnis war das Zusammentreffen in Sportgastein, wo über 340 Fahrzeuge aus Österreich, Schweiz und Deutschland zusammenkamen.