Einige neue Gesichter bei Gemeinderatswahl. Steinbichler ist in Purkersdorf erstmals an Spitze. In Mauerbach gibt es keine Listen mehr.

Von Melanie Baumgartner und Birgit Kindler. Erstellt am 24. Dezember 2019 (04:00)

Die Listen sind eingereicht: Jetzt steht fest, welche Parteien und Listen in welchen Gemeinden kandidieren werden. Besonders spannend wird die Gemeinderatswahl in Purkersdorf. Hier können 33 Mandate vergeben werden. Nach der Ära Schlögl stellt sich erstmals SPÖ-Bürgermeister Stefan Steinbichler der Wahl. Sein Team besteht aus vielen bewährten Kandidaten. Neue Namen sind kaum darauf zu finden. Ziel der übrigen Parteien ist es, die absolute Mehrheit der SPÖ in der Wienerwaldstadt zu brechen. So hat die ÖVP mit Spitzenkandidat Andreas Kirnberger das Ziel, die Mandate zu verdoppeln.

Die Liste Baum und Grüne muss sich vorerst mit ihren innerparteilichen Differenzen beschäftigen, bevor es in den Wahlkampf geht (siehe dazu auch die Seiten 14 und 15). Neu dazugekommen ist in Purkersdorf die Liste „Wir in Purkersdorf“ von Martin Cipak, der derzeit als parteiloser Gemeinderat (vormals FPÖ) fungiert. Er hofft auf zwei Mandate. Mit einem neuen Spitzenkandidaten, nämlich Gerald Pistracher, gehen die NEOS ins Rennen. Mit Alfred Tauber als Spitzenkandidat tritt auch die FPÖ bei der Wahl in Purkersdorf an.

In Pressbaum gibt es ebenfalls 33 Mandate zu verteilen. Für die ÖVP geht Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner als Spitzenkandidat ins Rennen. Hier gibt es einige neue Namen auf der Liste, einige ältere Gemeinderäte werden aufhören. Prominentester Name, der vorne fehlt, ist jener von Stadträtin Irene Heise. Sie steht aufgrund eines Wohnortwechsels nicht mehr zur Verfügung. Ins Rennen geht auch wieder Alfred Gruber als Spitzenkandidat für die SPÖ. Seine Wahlplakate stehen schon. Auch die Grünen mit Michael Sigmund sowie die Bürgerliste WIR und die FPÖ treten in Pressbaum wieder an. Nicht kandidieren werden die NEOS, sie haben eine Frist versäumt und können daher nicht antreten.

In Gablitz gibt es keine neuen Listen. Für die ÖVP tritt als Spitzenkandidat Michael Cech an. Marcus Richter geht für die SPÖ ins Rennen. Ebenfalls werden Grüne, NEOS und FPÖ wieder kandidieren.

Drei Mandate werden neu vergeben

In Mauerbach gibt es drei Mandate neu zu vergeben, denn die Listen Wir für Mauerbach und Pro Mauerbach werden dieses Mal nicht mehr antreten – altersbedingt. „Die Liste Pro Mauerbach wird wegen Überalterung der Kandidaten nicht mehr antreten“, verrät Hedwig Fritz.

Auch die Liste Wir für Mauerbach wird mit Gründer Leopold Dutzler nicht mehr am Wahlzettel zu finden sein. „Meinem Alter geschuldet habe ich mich nun entschlossen, nicht mehr mit „Wir für Mauerbach“ für den nächsten Gemeinderat zu kandidieren“, heißt es auf der Homepage der Liste. Schon vor seinem Einzug in den Gemeinderat war Dutzler als Zuhörer regelmäßig bei den Sitzungen dabei.

„Mein Bestreben war es, vernünftiger und zielgerechter zu arbeiten sowie Transparenz zu erzwingen. Dazu zählt etwa die Veröffentlichung diverser Dokumente. Das ist mir nach zehn Jahren gelungen. In den letzten Jahren hat sich unter Bürgermeister Buchner viel weiterentwickelt. Ich verlasse die Gemeinde in einer guten Phase.“ Antreten werden deshalb nur mehr die ÖVP mit Spitzenkandidat Peter Buchner, die SPÖ mit Erwin Hackl an der Spitze, die Grünen mit Michael Felzmann und die FPÖ mit Renate Cupak.

In Tullnerbach hat sich gegenüber der letzten Gemeinderatswahl wenig geändert. Antreten werden die Liste Novomestsky mit Spitzenkandidat Johann Novomestsky, die ÖVP mit Christian Schwarz an der Spitze. Die SPÖ wird von Wolfgang Braumandl in die Wahl geführt, und die Grünen treten mit Helmut Elsinger als Spitzenkandidat an.

In Wolfsgraben ist es ähnlich wie in der Nachbargemeinde Tullnerbach. Die ÖVP wird von Claudia Bock in die Wahl geführt, die Aktiven treten mit Josef Pranke als Spitzenkandidat, die Grünen mit Kerstin Schneiderbauer und die SPÖ mit Siegfried Döring an.

Einen Überblick über die Spitzenkandidaten aller Parteien findet ihr in der Printausgabe und im ePaper

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